Ist eine Schwere-Krankheiten-Versicherung sinnvoll?

Inhaltsverzeichnis

Nach Schätzung des Zentrums für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut erhielten 2023 rund 517.800 Menschen in Deutschland erstmals eine Krebsdiagnose. Jährlich kommen nach Angaben der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft etwa 270.000 Schlaganfälle hinzu, rund 30.000 davon bei Menschen unter 55 Jahren, und der Deutsche Herzbericht weist für 2024 allein 41.258 Sterbefälle durch Herzinfarkt aus. Solche Diagnosen verändern das Leben nicht nur gesundheitlich, sondern auch finanziell. Genau hier setzt die Schwere-Krankheiten-Versicherung an: Sie zahlt nach Anerkennung des Leistungsfalls eine Einmalsumme, über die Sie frei verfügen. Dieser Ratgeber zeigt anhand der Bedingungswerke der Tarife, die wir vermitteln, wie die Absicherung funktioniert, was sie kostet, wo ihre Grenzen liegen und für wen sie sich rechnet.

Was ist eine Schwere-Krankheiten-Versicherung?

Die Schwere-Krankheiten-Versicherung, international als Dread-Disease-Versicherung bekannt, sichert Sie gegen genau definierte schwere Erkrankungen ab. Wird eine der im Vertrag beschriebenen Krankheiten diagnostiziert und erfüllt der Befund die vereinbarte Definition, zahlt der Versicherer die Versicherungssumme einmalig aus. Ob Sie weiterarbeiten können, spielt dabei keine Rolle.

Entwickelt wurde diese Versicherungsform 1983 in Südafrika vom Herzchirurgen Dr. Marius Barnard. Er beobachtete, dass Patienten medizinisch erfolgreich behandelt wurden, danach aber finanziell in Not gerieten. Sein Ansatz: eine Versicherung, die nicht erst im Todesfall zahlt, sondern dann, wenn das Geld gebraucht wird. Die Entwicklungsgeschichte der Dread-Disease-Versicherung zeichnen wir in einem eigenen Beitrag nach, die Bedeutung des Begriffs ebenfalls.

In Deutschland ist die Police seit Anfang der 1990er Jahre verfügbar. Sie schließt eine Lücke, die weder die Krankenversicherung noch die Berufsunfähigkeitsversicherung abdeckt: die indirekten Kosten und die Einkommenslücke nach einer schweren Diagnose.

Das Wichtigste auf einen Blick

Kernmerkmale der Dread-Disease-Versicherung
Merkmal Details
Versicherungstyp Risikoversicherung mit Einmalleistung bei definierten schweren Krankheiten
Auszahlung Einmalig als Kapitalbetrag, je nach Tarif zusätzlich Teilleistungen bei geringerem Schweregrad
Voraussetzung Fachärztlich gesicherte Diagnose, die die vertragliche Definition einschließlich Schweregrad erfüllt
Abhängigkeit von der Arbeitsfähigkeit Keine, die Leistung fließt auch bei vollständiger Rückkehr in den Beruf
Zweckbindung Keine, das Kapital ist frei verwendbar und ohne Verwendungsnachweis
Versicherungssummen Im Tarifkreis, den wir vermitteln, von 5.000 Euro (Zurich) beziehungsweise 25.000 Euro (NÜRNBERGER) bis 2 Millionen Euro (Zurich)
Anzahl versicherter Krankheiten 50 bis 75 Positionen, je nach Tarif zuzüglich optionaler Kataloge
Wartezeit Nicht pauschal, sondern für einzelne Diagnosen: etwa 6 Monate für Krebs und 3 Monate für Bypass-Operationen
Überlebens- und Karenzfrist Meist 14 oder 28 Tage nach Diagnose, bei einzelnen Diagnosen wie Schlaganfall oder Koma bis zu 3 Monate

Die genauen Werte unterscheiden sich je Anbieter erheblich. Eine Gegenüberstellung finden Sie in unserer Übersicht aller Schwere-Krankheiten-Tarife.

Welche Krankheiten sind abgesichert?

Der Leistungskatalog ist das Herzstück jeder Police. Wichtiger als seine Länge ist allerdings die Qualität der einzelnen Definitionen, dazu weiter unten mehr.

Versicherte Krankheitsgruppen und ihre Verbreitung in den Tarifen
Krankheitsgruppe Beispiele In den vier verglichenen Tarifen
Krebs Invasiv wachsender Krebs, Leukämie, Lymphome Durchgehend versichert, Frühformen ausgenommen
Herz und Kreislauf Herzinfarkt, Bypass-Operation, Herzklappenoperation, Kardiomyopathie Durchgehend versichert
Gehirn und Gefäße Schlaganfall, gutartiger Hirntumor, bakterielle Meningitis Durchgehend versichert
Nervensystem Multiple Sklerose, Parkinson, ALS, Muskeldystrophie Durchgehend versichert, mit definierten Einschränkungen
Innere Organe Dialysepflichtiges Nierenversagen, Organtransplantation, schwere Lebererkrankung Durchgehend versichert
Sinne und Grundfähigkeiten Blindheit, Taubheit, Sprachverlust, Verlust von Gliedmaßen Durchgehend versichert, mit messbaren Grenzwerten
Demenz Alzheimer, sonstige präsenile Demenz Versichert, teils mit Altersgrenzen, im Gothaer Perikon ohne Altersbegrenzung während der Laufzeit
Lähmung und Koma Querschnittslähmung, Koma, schwere Kopfverletzung Durchgehend versichert, mit sehr unterschiedlichen Schwellen
Berufsbedingte Infektion HIV nach Bluttransfusion oder bei beruflicher Tätigkeit, berufsbedingte Hepatitis C Durchgehend versichert, begrenzt auf namentlich gelistete Berufsgruppen

Eine vollständige Auflistung finden Sie unter welche Krankheiten versichert sind. Die weniger bekannten Positionen wie Dialyse, Transplantation oder Erblindung behandeln wir vertieft im Beitrag zu selteneren versicherten Krankheiten.

Katalogumfang: 50 bis 75 Positionen

Die Anbieter unterscheiden sich im Umfang deutlich. Der Zurich Eagle Star Krankheits-Schutzbrief nennt 75 Erkrankungen einschließlich der Positionen mit Teilleistung. Die Canada Life Schwere Krankheiten Vorsorge versichert 55 Krankheiten und bietet optional einen Erweiterten Krankheitenkatalog mit 25 weiteren Positionen, deren Leistung allerdings auf 25.000 Euro begrenzt ist. Die NÜRNBERGER Dread Disease deckt mehr als 50 Erkrankungen ab, der Gothaer Perikon 50.

Eine größere Zahl ist nicht automatisch der bessere Schutz. Entscheidend ist, ob die für Sie relevanten Diagnosen realistisch erfüllbar definiert sind und ob der Tarif bei geringerem Schweregrad anteilig leistet. Genau diese Prüfung nehmen wir Ihnen in der Beratung ab.

Krankheitsdefinitionen: Hier entscheidet sich der Leistungsfall

Nicht jede Krebsdiagnose löst automatisch die volle Summe aus. Drei Beispiele aus den Bedingungen der NÜRNBERGER zeigen, wie präzise die Kriterien sind:

  • Krebs: Die volle Versicherungssumme setzt voraus, dass eine Operation mit begleitender Chemo- oder Strahlentherapie, eine Chemotherapie, eine Strahlentherapie bei inoperablen Tumoren oder eine palliative Therapie medizinisch notwendig ist. Genügt die operative Totalentfernung oder eine alleinige Strahlentherapie, wird eine Teilsumme von 50 Prozent, höchstens 25.000 Euro, gezahlt. Nicht versichert sind Frühformen (Carcinoma in situ), prämaligne und Borderline-Tumoren sowie alle Hautkrebsformen außer dem malignen Melanom.
  • Herzinfarkt: Für die volle Leistung muss nach dem Infarkt über mehr als drei Monate ununterbrochen eine reduzierte Auswurfleistung der linken Herzkammer von unter 45 Prozent bestehen. Ohne diese Herzleistungsschwäche greift die Teilsumme. Angina pectoris und Herzmuskelentzündungen sind ausgeschlossen.
  • Schlaganfall: Gefordert ist mindestens eine definierte Einschränkung, etwa eine Halbseitenlähmung oder ein vollständiger Sprachverlust, die länger als drei Monate fortbesteht. Transitorische ischämische Attacken sind nicht versichert.

Wie Sie solche Passagen systematisch lesen, zeigen wir unter Vertragsbedingungen richtig verstehen und unter Definition einer schweren Krankheit. Vertiefungen zu den wichtigsten Diagnosegruppen finden Sie zu Krebs, zu Herzinfarkt und Schlaganfall, zu Multipler Sklerose und Parkinson sowie zu Demenz und Alzheimer.

Teilleistungen und Mehrfachleistung mildern das Alles-oder-Nichts-Prinzip

Weil der Katalog abschließend ist, entscheidet die Teilleistungssystematik über die Praxistauglichkeit eines Tarifs. Zurich zahlt bei niedrigerem Schweregrad eine Teilleistung von höchstens 25.000 Euro je Versicherungsfall und leistet bei neun besonders schweren Erkrankungen bis zu 200 Prozent der Vollleistung, maximal jedoch 40.000 Euro zusätzlich. Die NÜRNBERGER zahlt bei Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall und Multipler Sklerose bereits im Anfangsstadium 50 Prozent der Versicherungssumme und führt den Vertrag danach fort. Canada Life bildet leichtere Verläufe über den Erweiterten Krankheitenkatalog mit einer Obergrenze von 25.000 Euro ab und bietet mit der Multi-Pay-Option eine Aufteilung in sechs Krankheitsgruppen. Was das für wiederholte Erkrankungen bedeutet, erläutert unser Beitrag zur Mehrfachleistung und Second-Event-Lösung.

Was regelmäßig nicht versichert ist

  • Psychische Erkrankungen wie Depression, Angststörungen oder Burnout, in der Berufsunfähigkeitsversicherung der häufigste Leistungsauslöser überhaupt
  • Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparats wie Bandscheibenvorfall, Arthrose und chronische Rückenleiden
  • Krebsvorstufen und Borderline-Tumoren sowie Hautkrebs mit Ausnahme des malignen Melanoms
  • Transitorische ischämische Attacken und leichte neurologische Ereignisse ohne bleibende Ausfälle
  • Allgemeine HIV-Infektionen, versichert sind nur die klar umrissenen Sonderfälle nach Bluttransfusion oder bei Ausübung gelisteter Berufe

Diese Lücken sind der Hauptgrund, warum eine Dread-Disease-Police die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht ersetzt, sondern ergänzt.

Wie läuft die Auszahlung im Leistungsfall ab?

  1. Fachärztliche Diagnose. Die Bedingungen verlangen die Bestätigung durch einen Facharzt der einschlägigen Fachrichtung nach anerkannten schulmedizinischen Standards.
  2. Meldung des Leistungsfalls mit Befund- und Behandlungsberichten. Welche Unterlagen typischerweise gefordert werden, steht in den Bedingungen bei jeder Krankheitsposition.
  3. Wartezeit prüfen. Für einzelne Diagnosen gilt eine Frist ab Versicherungsbeginn, innerhalb derer keine Leistung entsteht.
  4. Überlebens- oder Karenzfrist. Üblich sind 14 Tage (NÜRNBERGER, Canada Life) oder 28 Tage (Gothaer Perikon), bei Schlaganfall und Koma im Gothaer Perikon drei Monate.
  5. Leistungsentscheidung und Auszahlung nach Prüfung der Unterlagen, in der Regel mit schriftlichem Bescheid.

Realistisch dauert dieser Prozess je nach Diagnose und Vollständigkeit der Unterlagen einige Wochen. In der veröffentlichten Leistungsübersicht von Zurich Life Assurance für 2025 liegen zwischen Leistungsmeldung und Auszahlung in vielen dokumentierten Fällen vier bis zwölf Wochen. Den Ablauf und die Unterlagen beschreiben wir unter Auszahlung im Leistungsfall.

Zwei Tarife federn diese Zeit ab: Die NÜRNBERGER stellt im Premium-Schutz eine Vorableistung von bis zu 5.000 Euro bereits ab der fachärztlichen Diagnose bereit. Zurich zahlt im Todesfall eine Vorableistung von 10 Prozent der Versicherungssumme, höchstens 10.000 Euro.

Wartezeit, Karenzzeit und Überlebensfrist: die Unterschiede

Fristen im Vergleich
Wartezeit Überlebens- und Karenzfrist
Beginn Ab Versicherungsbeginn Ab Diagnosestellung
Dauer Diagnosebezogen: bei der NÜRNBERGER 6 Monate für invasiv wachsenden Krebs sowie je 3 Monate für Angioplastie und Bypass-Operation, bei Canada Life 6 Monate für fortgeschrittenen Krebs und 3 Monate für die Bypass-Operation, im Gothaer Perikon 3 Monate für bestimmte Operationen 14 Tage (NÜRNBERGER, Canada Life) oder 28 Tage (Gothaer Perikon), bei Schlaganfall und Koma im Gothaer Perikon 3 Monate
Bedeutung Eine innerhalb der Frist gestellte Diagnose löst für diese Position keine Leistung aus Die versicherte Person muss den Zeitpunkt erleben, sonst greift der vereinbarte Todesfallschutz
Besonderheiten Bei Erhöhung der Versicherungssumme beginnt die Frist für den Erhöhungsbetrag erneut; für mitversicherte Kinder gelten eigene Fristen Bei Zurich wird im Todesfall innerhalb von 10 Tagen nach Diagnose die Todesfallsumme statt der Krankheitsleistung gezahlt

Wichtig zur Einordnung: Einen vorläufigen Versicherungsschutz ab Antragstellung gibt es, er ist aber begrenzt. Beim Zurich Eagle Star Krankheits-Schutzbrief etwa erstreckt er sich laut Produktprofil ausschließlich auf die beantragten Todesfallleistungen, bis zu 150.000 Euro. Für die Leistung bei schwerer Erkrankung gilt er nicht. Wer einen umfassenden Schutz bereits ab Antragstellung in Aussicht stellt, verkürzt die Bedingungslage. Die vollständige Fristenlogik erklärt unser Beitrag zu Karenzzeit, Wartezeit und Überlebensklausel.

Drei Rechenbeispiele, wie das Kapital wirkt

Die folgenden Beispiele sind Modellrechnungen zur Veranschaulichung. Sie beschreiben keine tatsächlichen Fälle und begründen keinen Leistungsanspruch, maßgeblich ist stets der vereinbarte Tarif.

Rechenbeispiel 1, angestellt mit Berufsunfähigkeitsschutz: Versicherungssumme 50.000 Euro. Nach Anerkennung des Leistungsfalls finanziert das Kapital Zuzahlungen, Fahrten zur Therapie und eine Haushaltshilfe und überbrückt die Zeit, bis die Berufsunfähigkeitsrente anerkannt ist. Weil die laufenden Kosten über die Rente gedeckt sind, reicht eine mittlere Summe.

Rechenbeispiel 2, Familie ohne Berufsunfähigkeitsschutz: Versicherungssumme 80.000 Euro, Fixkosten 3.000 Euro monatlich. Nach Ablauf des Krankengeldes, das nach § 48 SGB V wegen derselben Krankheit längstens 78 Wochen innerhalb von drei Jahren gezahlt wird, sinkt das Einkommen dauerhaft. Bei einer verbleibenden Lücke von 1.200 Euro monatlich trägt das Kapital rechnerisch gut fünfeinhalb Jahre, vorausgesetzt es fließen keine größeren Einmalkosten ab.

Rechenbeispiel 3, selbstständig: Versicherungssumme 150.000 Euro. Neben den privaten Fixkosten laufen Betriebskosten weiter. Wird ein Teil für eine Vertretung eingesetzt und der Rest über einen Entnahmeplan verteilt, lässt sich eine mehrjährige Übergangsphase abbilden. Wie Sie die passende Höhe berechnen, zeigt unser Ratgeber zur richtigen Versicherungssumme.

Was kostet eine Schwere-Krankheiten-Versicherung?

Der Beitrag hängt von Eintrittsalter, Gesundheitszustand, Raucherstatus, Versicherungssumme und Laufzeit ab. Statt mit Schätzwerten zu arbeiten, hier veröffentlichte Beispielrechnungen von Canada Life für die Schwere Krankheiten Vorsorge (eigene Berechnungen des Anbieters, Stand 11/2025):

Beispielrechnungen von Canada Life, Stand 11/2025
Profil Versicherungssumme Laufzeit Monatsbeitrag
30 Jahre, Nichtraucher 33.224 Euro 20 Jahre 15,00 Euro
Junge Familie, 33 und 30 Jahre, zwei Kinder 51.068 Euro je Elternteil, bis 35.000 Euro je Kind 37 Jahre 50,00 Euro gesamt
35 Jahre, Nichtraucher, selbstständig 100.000 Euro bis Alter 55 41,50 Euro
35 Jahre, Nichtraucher, selbstständig 100.000 Euro bis Alter 67 54,41 Euro
35 Jahre, Nichtraucher, selbstständig 200.000 Euro bis Alter 55 75,00 Euro
35 Jahre, Nichtraucher, selbstständig 200.000 Euro bis Alter 67 100,61 Euro

Daraus lassen sich zwei Muster ablesen: Der Beitrag steigt annähernd proportional zur Versicherungssumme, und die Verlängerung der Laufzeit über das 55. Lebensjahr hinaus kostet rund ein Drittel Aufschlag, weil dort das Erkrankungsrisiko zunimmt. Beim Zurich Eagle Star Krankheits-Schutzbrief liegt der Mindestbeitrag bei 12 Euro monatlich, ein Einmalbeitrag ist dort nicht möglich. Ihr persönlicher Beitrag kann von diesen Beispielen abweichen.

Welche Faktoren den Beitrag bestimmen

  • Eintrittsalter: der stärkste Hebel, jedes Jahr früher senkt den Beitrag spürbar
  • Raucherstatus: Zurich unterscheidet Nichtraucher seit mindestens einem Jahr, Nichtraucher seit mindestens zehn Jahren und Raucher
  • Versicherungssumme und Laufzeit: beide wirken direkt, die Laufzeit überproportional in den Jahren ab 55
  • Gesundheitsangaben: Vorerkrankungen können zu Zuschlägen oder Ausschlüssen führen
  • Beitragskalkulation: reiner Risikotarif mit garantiertem Beitrag oder fondsgebundene Kalkulation

Eine ausführliche Einordnung geben unsere Beiträge zu den Kostenfaktoren und zu den Kosten einer Schwere-Krankheiten-Versicherung.

Warum garantierte Beiträge zählen

Prüfen Sie, ob der Beitrag für die gesamte Laufzeit garantiert ist. Canada Life formuliert ausdrücklich, dass er sich nur ändert, wenn Sie die Leistungen erhöhen. Auch Zurich garantiert den Beitrag für die gesamte Vertragslaufzeit, er ändert sich nur bei Nutzung der Nachversicherungsgarantie oder einer vereinbarten Dynamik. Der Gothaer Perikon ist dagegen fondsgebunden kalkuliert: Ein niedriger Risikobeitrag in den Anfangsjahren baut Fondsvermögen auf, aus dem später der höhere Risikobeitrag mitgedeckt wird. Der Versicherer weist selbst darauf hin, dass der vereinbarte Beitrag bei schwächerer Wertentwicklung nicht ausreichen kann, um den Schutz über die gesamte Dauer aufrechtzuerhalten. Beide Modelle haben ihre Berechtigung, sie verlangen aber unterschiedliche Erwartungen.

Für wen ist die Absicherung sinnvoll?

Pauschal für jeden ist sie es nicht. Sinnvoll wird sie dort, wo eine konkrete Lücke besteht. Sieben Konstellationen, in denen sich der Abschluss in der Beratungspraxis regelmäßig rechnet:

1. Sie sind Hauptverdiener

Fällt Ihr Einkommen weg, laufen Miete, Kreditraten und Betreuungskosten weiter. Das Kapital verschafft Handlungsspielraum, etwa um die Arbeitszeit zu reduzieren, ohne dass die Haushaltskasse einbricht.

2. Es gibt familiäre Vorbelastungen

Ein Teil der Krebserkrankungen geht auf erbliche Faktoren zurück, etwa Veränderungen der Gene BRCA1 und BRCA2 bei Brust- und Eierstockkrebs. Ob und wie stark Ihr persönliches Risiko erhöht ist, lässt sich nur individuell beurteilen, eine erste Orientierung bietet der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. Für die Absicherung gilt: Wer eine familiäre Häufung kennt, sollte den Katalog gezielt auf diese Diagnosen prüfen und den Abschluss nicht aufschieben.

3. Sie sind selbstständig oder freiberuflich tätig

Ohne Entgeltfortzahlung nach § 3 EntgFG und ohne gesetzliches Krankengeld, sofern kein Wahltarif vereinbart ist, entsteht die Lücke bereits am ersten Krankheitstag. Das Kapital deckt private Fixkosten und Betriebskosten parallel.

4. Sie möchten eine bestehende Berufsunfähigkeitsversicherung ergänzen

Die Berufsunfähigkeitsrente ersetzt laufendes Einkommen, das Kapital finanziert Einmalkosten: barrierefreier Umbau, Zuzahlungen, eine Zweitmeinung, eine Haushaltshilfe oder eine Sondertilgung. Die NÜRNBERGER beziffert in ihren Produktunterlagen beispielhaft einen Treppenlift mit 15.000 Euro, zwei Monate Reha in einer Privatklinik mit 20.000 Euro, eine Pflegekraft für ein Jahr mit 50.000 Euro und Umbaumaßnahmen an einer Immobilie mit 100.000 Euro.

5. Ihre Berufsunfähigkeitsversicherung ist teuer oder schwer zu bekommen

Dread-Disease-Tarife stufen in der Regel nicht nach Berufsgruppen ein. Für Handwerk, Pflege und andere körperlich fordernde Berufe verschiebt das die Relation von Beitrag und Leistung. Beachten Sie aber: Die Gesundheitsprüfung entfällt dadurch nicht, und bei Vorerkrankungen sind Ausschlüsse oder Zuschläge ebenso möglich wie in der Berufsunfähigkeitsversicherung. Gehen Sie deshalb über eine anonyme Risikovoranfrage, statt Anträge zu streuen. Was Angebote ohne Gesundheitsprüfung taugen, lesen Sie im verlinkten Beitrag.

6. Sie haben Kinder

Alle vier Tarife schließen Kinder ohne Zusatzbeitrag ein, allerdings mit unterschiedlichen Grenzen: die NÜRNBERGER mit 50 Prozent der Versicherungssumme bis zum 18. Geburtstag, Canada Life mit dem geringeren Betrag aus 50 Prozent der elterlichen Summe oder 35.000 Euro ab dem 30. Tag nach der Geburt, Zurich mit 50 Prozent der Versicherungssumme ab dem 30. Lebenstag, davon fünf Erkrankungen bereits ab Geburt, und der Gothaer Perikon mit einem Drittel der Summe, höchstens 25.000 Euro, für Kinder von 1 bis 17 Jahren. Für Kinder gelten eigene Wartezeiten, im Gothaer Perikon ein Jahr, bei der NÜRNBERGER sechs Monate.

7. Sie sichern als Unternehmen eine Schlüsselkraft ab

Fällt eine Schlüsselperson aus, trifft das den Betrieb unmittelbar. Die Police läuft dann auf das Unternehmen, versichert ist die Person, die Leistung fließt an die Gesellschaft. Die Gestaltungs- und Steuerfragen dazu behandeln wir unter Absicherung über die GmbH.

Wann sie eher nicht sinnvoll ist

Fehlt eine Grundabsicherung oder ein Notgroschen, haben diese Vorrang. Wer bereits eine hochwertige Berufsunfähigkeitsrente, ausreichende Rücklagen und keine finanziellen Abhängigkeiten hat, kommt möglicherweise ohne die Police aus. Und kurz vor dem Ruhestand kehrt sich das Verhältnis um: Der Beitrag steigt mit dem Eintrittsalter, während das abzusichernde Erwerbseinkommen wegfällt.

Dread-Disease-Versicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung

Beide Produkte werden oft gegeneinandergestellt. Tatsächlich lösen sie verschiedene Aufgaben.

Leistungslogik im Vergleich
Schwere-Krankheiten-Versicherung Berufsunfähigkeitsversicherung
Auszahlung Einmaliges Kapital, je nach Tarif Teilleistungen Monatliche Rente
Leistungsauslöser Definierte Diagnose mit vertraglichem Schweregrad Berufsunfähigkeit von in der Regel mindestens 50 Prozent, unabhängig von der Ursache
Nachweis Medizinische Befunde zur Krankheitsdefinition Tätigkeits- und Gesundheitsprüfung, meist aufwendiger
Psychische Erkrankungen Nicht versichert Versichert und häufigste Leistungsursache
Einfluss des Berufs auf den Beitrag In der Regel keine Berufsgruppeneinstufung Starker Einfluss
Hauptnutzen Kapital für Einmalkosten und Überbrückung Langfristiger Einkommensersatz

Die Kombination ist deshalb der fachlich saubere Weg, wo sie erreichbar und bezahlbar ist. Die ausführliche Gegenüberstellung finden Sie unter BU oder Schwere-Krankheiten-Versicherung. Warum die Auszahlung als Kapital erfolgt und wie Sie daraus bei Bedarf eine laufende Zahlung machen, erklärt der Beitrag zu Einmalleistung oder Rente.

Abgrenzung zu anderen Absicherungen

Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Sie leistet erst, wenn Sie in keinem Beruf mehr mindestens drei Stunden täglich arbeiten können. Der Beitrag ist niedriger als bei der Berufsunfähigkeitsversicherung, die Hürde deutlich höher. Zurich und Canada Life bieten einen Erwerbsunfähigkeitsschutz als Zusatzoption zur Dread-Disease-Police an.

Risikolebensversicherung

Sie schützt Hinterbliebene im Todesfall, die Dread-Disease-Police schützt Sie selbst zu Lebzeiten. Mehrere Tarife verbinden beides: Zurich sichert Todesfallsummen von 5.000 Euro bis 5 Millionen Euro ab, die NÜRNBERGER bietet Todesfallschutz ab 15.000 Euro, und bei Canada Life lässt sich der Schwere-Krankheiten-Schutz mit einem Risiko-Leben-Schutz kombinieren.

Krebsversicherung

Sie ist günstiger, deckt aber nur eine Diagnosegruppe ab. Das ist weniger eng, als es klingt, denn Krebs dominiert die Leistungsstatistik, greift aber bei Herzinfarkt, Schlaganfall oder Multipler Sklerose nicht.

Grundfähigkeitsversicherung

Sie zahlt eine Rente bei Verlust definierter Fähigkeiten wie Sehen, Gehen oder dem Gebrauch der Hände, unabhängig von der Diagnose. Dread Disease knüpft umgekehrt an die Diagnose an, unabhängig von der Funktion. Beide Zugänge ergänzen sich.

Checkliste für den Abschluss

  1. Teilleistungen: Bei wie vielen Erkrankungen zahlt der Tarif anteilig, wie hoch ist der Deckel, und bleibt der Vertrag danach bestehen?
  2. Definitionen der Volkskrankheiten: Wie sind Krebs, Herzinfarkt und Schlaganfall konkret definiert, welche Schweregradschwellen gelten?
  3. Mehrfachleistung: Entsteht bei einer zweiten, anderen Erkrankung ein neuer Anspruch?
  4. Wartezeiten: Für welche Diagnosen gelten welche Fristen ab Versicherungsbeginn?
  5. Überlebensfrist: 14 oder 28 Tage, und was passiert, wenn sie nicht erfüllt wird?
  6. Todesfallbaustein: eingeschlossen und in welcher Höhe?
  7. Versicherungssumme: Deckt sie Ihre Lücke über 24 bis 36 Monate plus Einmalkosten?
  8. Beitragsgarantie: garantierter Risikobeitrag oder fondsgebundene Kalkulation?
  9. Nachversicherungsgarantie: welche Anlässe, welche Obergrenzen, bis zu welchem Alter?
  10. Kinder: Mit welcher Summe und welchen Wartezeiten sind sie eingeschlossen?
  11. Geltungsbereich: Gilt der Schutz weltweit? Beim Zurich Eagle Star Krankheits-Schutzbrief ist das ausdrücklich der Fall.
  12. Gesundheitsfragen: vollständig und wahrheitsgemäß beantworten, siehe Gesundheitsfragen.

Die häufigsten Fehler sind schnell benannt: allein auf den Beitrag schauen, eine zu niedrige Summe wählen, die Definitionen nicht lesen und die vorvertragliche Anzeigepflicht unterschätzen. Letztere ist nach § 19 VVG der häufigste Grund, aus dem Leistungen später verweigert werden. Kommt es zum Streit über eine Leistungsentscheidung, können Sie kostenfrei den Versicherungsombudsmann e. V. anrufen, dessen Entscheidungen für angeschlossene Versicherer bis zu einem Beschwerdewert von 10.000 Euro bindend sind.

Steuerliche Einordnung

Steuerliche Behandlung im Überblick
Aspekt Einordnung
Beiträge im Privatvertrag Zählen zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen, die Höchstbeträge sind bei Angestellten durch die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge meist bereits ausgeschöpft, sodass praktisch kein Abzug verbleibt
Kapitalleistung im Leistungsfall Nach derzeitiger Rechtslage im Regelfall nicht einkommensteuerpflichtig, weil keine steuerbare Einkunftsart vorliegt
Erträge aus der Anlage des Kapitals Unterliegen der Abgeltungsteuer
Betriebliche Gestaltung Abhängig von Vertragsgestaltung und Bezugsrecht, hier ist eine steuerliche Prüfung im Einzelfall unerlässlich

Wir sind Versicherungsmakler und keine Steuerberater. Die Einordnung ersetzt keine steuerliche Beratung, Details finden Sie unter Schwere-Krankheiten-Versicherung steuerlich absetzen.

Wie wir arbeiten

SchwereKrankheitenPlus ist auf die Absicherung schwerer Krankheiten spezialisiert. Wir sind kein Versicherer, sondern vermitteln und vergleichen die Tarife der Anbieter, deren Bedingungen wir ausgewertet haben. Konkret heißt das:

  • Wir vergleichen die Leistungskataloge anhand der Definitionen, nicht anhand der Anzahl der Krankheiten.
  • Wir prüfen Fristen, Teilleistungen, Mehrfachleistungen und Nachversicherungsgarantien tarifgenau, weil dort die Unterschiede liegen.
  • Wir rechnen Ihre Lücke durch, bevor wir über eine Summe sprechen.
  • Bei Vorerkrankungen klären wir die Annahmechancen über eine anonyme Risikovoranfrage, bevor ein Antrag gestellt wird.
  • Die Erstberatung ist kostenfrei und unverbindlich.

Welche Tarife wir dabei berücksichtigen und wie sie sich unterscheiden, sehen Sie in der Tarifübersicht. Eine ehrliche Bilanz der Stärken und Schwächen dieser Produktgattung zieht unser Beitrag zu den Vor- und Nachteilen.

Häufig gestellte Fragen

Ist eine Schwere-Krankheiten-Versicherung sinnvoll?

Sie ist sinnvoll, wenn nach Krankengeld, bestehenden Renten und Rücklagen eine Lücke bleibt, die eine schwere Diagnose finanziell gefährlich macht. Besonders klar ist der Fall bei Hauptverdienern, Selbstständigen, Familien mit laufender Immobilienfinanzierung und bei Berufen, für die eine Berufsunfähigkeitsversicherung teuer oder schwer erhältlich ist. Wer bereits eine gute Berufsunfähigkeitsrente und ausreichende Rücklagen hat, braucht sie nicht zwingend.

Welche Krankheiten sind versichert?

Je nach Tarif 50 bis 75 definierte Erkrankungen, darunter Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, Multiple Sklerose, Parkinson, dialysepflichtiges Nierenversagen, Organtransplantation, Blindheit, Taubheit, Koma und schwere Verbrennungen. Entscheidend ist nicht die Anzahl, sondern die Definition: Jede Position nennt Schweregrad, Nachweise und Fristen.

Was kostet die Versicherung monatlich?

In den veröffentlichten Beispielrechnungen von Canada Life zahlt eine 30-jährige Person mit 33.224 Euro Versicherungssumme 15 Euro monatlich, eine 35-jährige selbstständige Person mit 100.000 Euro je nach Endalter 41,50 oder 54,41 Euro (Stand 11/2025). Beim Zurich Eagle Star Krankheits-Schutzbrief liegt der Mindestbeitrag bei 12 Euro monatlich. Ihr Beitrag hängt von Alter, Gesundheitsangaben, Summe und Laufzeit ab.

Gibt es eine Wartezeit?

Ja, aber nicht pauschal für den ganzen Vertrag, sondern für einzelne Diagnosen. Bei der NÜRNBERGER gelten sechs Monate für invasiv wachsenden Krebs und je drei Monate für Angioplastie und Bypass-Operation, bei Canada Life sechs Monate für fortgeschrittenen Krebs und drei Monate für die Bypass-Operation. Hinzu kommt eine Überlebensfrist von 14 oder 28 Tagen ab Diagnose.

Bin ich ab Antragstellung geschützt?

Nur eingeschränkt. Ein vorläufiger Versicherungsschutz ab Antragstellung bezieht sich je nach Anbieter ausschließlich auf die Todesfallleistung, beim Zurich Eagle Star Krankheits-Schutzbrief auf bis zu 150.000 Euro. Für die Leistung bei schwerer Erkrankung gilt er nicht.

Wie schnell wird ausgezahlt?

Nach Eingang der vollständigen Unterlagen prüft der Versicherer den Befund gegen die Definition. Zusätzlich laufen Überlebens- oder Karenzfristen von 14 Tagen, 28 Tagen oder bei einzelnen Diagnosen drei Monaten. In der veröffentlichten Leistungsübersicht von Zurich für 2025 liegen zwischen Meldung und Auszahlung in vielen Fällen vier bis zwölf Wochen. Eine Vorableistung von bis zu 5.000 Euro ab der fachärztlichen Diagnose bietet die NÜRNBERGER im Premium-Schutz.

Können Kinder mitversichert werden?

Ja, in allen vier verglichenen Tarifen beitragsfrei, mit unterschiedlichen Summen und Altersgrenzen: 50 Prozent der Versicherungssumme bei NÜRNBERGER und Zurich, bei Canada Life der geringere Betrag aus 50 Prozent oder 35.000 Euro, im Gothaer Perikon ein Drittel bis höchstens 25.000 Euro. Für Kinder gelten eigene Wartezeiten.

Was ist der Unterschied zur Berufsunfähigkeitsversicherung?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine monatliche Rente, wenn Sie Ihren Beruf zu mindestens 50 Prozent nicht mehr ausüben können, unabhängig von der Ursache und einschließlich psychischer Erkrankungen. Die Dread-Disease-Police zahlt Kapital bei definierter Diagnose, auch wenn Sie weiterarbeiten. Sie ersetzt die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht, sondern ergänzt sie.

Gilt der Schutz auch im Ausland?

Das hängt vom Tarif ab. Der Zurich Eagle Star Krankheits-Schutzbrief nennt einen weltweiten Geltungsbereich ausdrücklich. Prüfen Sie diesen Punkt, wenn Sie längere Auslandsaufenthalte planen.

Kann ich die Versicherungssumme später erhöhen?

In allen vier Tarifen gibt es Nachversicherungsmöglichkeiten ohne erneute Gesundheitsprüfung. Zurich erlaubt Erhöhungen bei Anlässen wie Berufseinstieg, Heirat, Geburt oder Immobilienerwerb sowie fünf und zehn Jahre nach Abschluss, je Ereignis begrenzt auf 100.000 Euro beziehungsweise 50 Prozent der ursprünglichen Summe, insgesamt auf 200.000 Euro; die Garantie erlischt mit Vollendung des 55. Lebensjahres. Die NÜRNBERGER gewährt eine ereignisunabhängige Erhöhung bis zum 35. und eine ereignisabhängige bis zum 46. Geburtstag, Canada Life deckelt die erreichbare Summe auf 150.000 Euro.

Was passiert bei einer falschen Angabe in der Gesundheitserklärung?

Der Versicherer kann nach § 19 VVG vom Vertrag zurücktreten, ihn anfechten oder die Leistung verweigern, auch Jahre später. Bei Vorerkrankungen ist eine anonyme Risikovoranfrage der sichere Weg, weil eine Ablehnung dann nicht in den Auskunftsdateien der Versicherer vermerkt wird.

Ist die Auszahlung steuerfrei?

Nach derzeitiger Rechtslage ist die Kapitalleistung aus einer reinen Risikoabsicherung gegen schwere Krankheiten im Regelfall nicht einkommensteuerpflichtig. Bei betrieblichen Gestaltungen oder abweichenden Bezugsrechten kann die Einordnung anders ausfallen, das gehört in die Hand einer Steuerberatung.

Fazit

Die Schwere-Krankheiten-Versicherung ist weder Allheilmittel noch überflüssiger Luxus. Sie zahlt Kapital bei definierter Diagnose, unabhängig davon, ob Sie weiterarbeiten können, und schließt damit genau die Lücke, die Krankenversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung offenlassen: die indirekten Kosten und die Zeit, bis andere Leistungen greifen.

Ihre Grenzen sind ebenso real: der abschließende Katalog, die Schweregradschwellen, die Fristen und der Ausschluss psychischer Erkrankungen. Wer diese Punkte kennt und den Tarif danach auswählt, bekommt ein belastbares Werkzeug. Wer nur auf Beitrag und Krankheitsanzahl schaut, riskiert eine Police, die im Ernstfall nicht trägt. Rechnen Sie deshalb zuerst Ihre Lücke, prüfen Sie dann die Definitionen und entscheiden Sie erst danach über die Summe. Eine kostenfreie und unverbindliche Erstberatung hilft Ihnen dabei.

Über diesen Beitrag: Die dargestellten Tarifmerkmale beruhen auf der Auswertung der uns vorliegenden Versicherungsbedingungen und Produktinformationen der Anbieter Zurich Life Assurance plc, Canada Life Assurance Europe plc, NÜRNBERGER Lebensversicherung AG und Gothaer Lebensversicherung AG. Genannte Beitrags- und Kostenbeispiele stammen aus den Unterlagen der jeweiligen Anbieter und sind keine Leistungszusagen. Maßgeblich sind allein die im konkreten Vertrag gültigen Versicherungsbedingungen; Leistungsumfang, Definitionen und Fristen können je nach Tarif, Tarifgeneration und gewählten Bausteinen abweichen. Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine individuelle Beratung sowie keine medizinische, rechtliche oder steuerliche Auskunft. Stand: September 2026.