Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall: Die Dread Disease Versicherung – auf Deutsch Schwere-Krankheiten-Versicherung – zahlt Ihnen bei der Diagnose einer schweren Krankheit sofort einen Einmalbetrag aus. Steuerfrei*, frei verwendbar und unabhängig davon, ob Sie weiterarbeiten können. Hier erfahren Sie, wie der Schutz funktioniert, was er leistet und für wen er sich lohnt.
*Bei privater Versicherungsnehmer-Konstellation. Unabhängige Information von SchwereKrankheitenPlus – Ihr Makler für die Absicherung schwerer Krankheiten.
Definition
Eine Dread Disease Versicherung ist eine private Versicherung, die Ihnen bei der Diagnose einer vertraglich festgelegten schweren Krankheit – etwa Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall oder Multiple Sklerose – sofort eine vorab vereinbarte Summe als Einmalbetrag auszahlt, die Sie völlig frei verwenden können.
„Dread Disease“ kommt aus dem Englischen und heißt wörtlich „gefürchtete Krankheit“. In Deutschland ist der Schutz auch als Schwere-Krankheiten-Versicherung, Critical-Illness-Versicherung, Krankheits-Schutzbrief oder Schwere-Krankheiten-Vorsorge bekannt – gemeint ist immer dasselbe Prinzip. Die Idee stammt übrigens von einem Arzt: Der südafrikanische Herzchirurg Dr. Marius Barnard entwickelte sie 1983, weil er sah, dass seine Patienten zwar medizinisch überlebten, finanziell aber oft ruiniert waren.
Schwere Krankheiten treffen in Deutschland jedes Jahr Hunderttausende – oft mitten im Berufsleben. Die gute Nachricht: Immer mehr Menschen überleben. Die schlechte: Das Einkommen bricht ein, die Kosten laufen weiter.
Nach einer schweren Diagnose sind Sie in Deutschland medizinisch gut versorgt. Finanziell sieht es anders aus: Nach sechs Wochen Lohnfortzahlung sinkt Ihr Einkommen auf das Krankengeld, nach spätestens 78 Wochen endet auch das. Wer danach nicht zurück in den Job kann, ist auf die Erwerbsminderungsrente angewiesen – im Schnitt rund 1.000 € im Monat**. Selbstständige erhalten ohne Zusatzvertrag oft gar kein Krankengeld.
Gleichzeitig laufen Miete, Kreditraten und Versicherungen weiter – und es entstehen neue Kosten, die keine Krankenkasse übernimmt.
Typische Kosten nach einer Diagnose
Genau diese Lücke schließt die Dread Disease Versicherung: mit Geld auf dem Konto, wenn Sie es am dringendsten brauchen.
Das Prinzip ist bewusst einfach: Sie legen heute fest, wie viel Geld Sie im Ernstfall brauchen. Tritt eine versicherte Krankheit ein, wird genau diese Summe ausgezahlt.
Sie wählen eine Versicherungssumme – meist das Zwei- bis Dreifache Ihres Jahreseinkommens – und eine Laufzeit. Nach kurzen Gesundheitsfragen steht Ihr Schutz, der Beitrag ist bei vielen Tarifen für die gesamte Laufzeit garantiert.
Erhalten Sie die gesicherte Diagnose einer versicherten Krankheit, reichen Sie die ärztlichen Unterlagen ein. Entscheidend ist die Diagnose selbst – nicht, ob oder wie lange Sie arbeitsunfähig sind.
Der Versicherer zahlt die vereinbarte Summe auf einen Schlag aus – bei privater Konstellation steuerfrei*. Was Sie mit dem Geld machen, entscheiden allein Sie. Niemand fragt nach Belegen.
Eine 47-jährige Angestellte, verheiratet, zwei Kinder, hat eine Schwere-Krankheiten-Versicherung über 150.000 €. Nach der Diagnose folgen Operation, Chemotherapie und Reha – rund ein Jahr Ausfall. Die Versicherung zahlt wenige Wochen nach Einreichung der Unterlagen die volle Summe aus.
Statt sich Sorgen um Geld zu machen, kann sie sich auf das konzentrieren, was jetzt zählt: gesund werden. Ob sie danach wieder voll, in Teilzeit oder gar nicht mehr arbeitet – die Auszahlung bleibt ihr.
Beispielhafte Darstellung. Leistung und Auszahlungsdauer je nach Tarif und Einzelfall.
Je nach Tarif sind zwischen rund 40 und 75 schwere Krankheiten abgesichert. Die vier großen – Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall und Multiple Sklerose – sind praktisch immer dabei. Sie machen den Großteil aller Leistungsfälle aus.
Bösartige Tumorerkrankungen wie Brust-, Prostata-, Darm- oder Lungenkrebs, Leukämie und Lymphome – bei guten Tarifen auch gutartige Hirntumore und Frühformen (Teilleistung).
Herzinfarkt, Bypass-Operation, Herzklappen-Ersatz, Kardiomyopathie, Herzstillstand und Operationen an der Hauptschlagader.
Schlaganfall, Multiple Sklerose, Parkinson, Alzheimer und Demenz, ALS, bakterielle Meningitis und Enzephalitis.
Nierenversagen, Organtransplantation, Leberversagen, Blindheit, Taubheit, Verlust der Sprache, Lähmungen und Koma.
Welche Diagnose genau leistet, ist in den Versicherungsbedingungen medizinisch definiert. Die vollständige Übersicht finden Sie im Ratgeber Welche Krankheiten sind versichert?
Die Schwere-Krankheiten-Versicherung ist kein Ersatz für Krankenversicherung oder BU – aber sie hat Stärken, die keine andere Absicherung bietet.
Sie warten nicht monatelang auf eine Prognose oder ein Gutachten. Es zählt die gesicherte Diagnose – danach wird ausgezahlt, meist innerhalb weniger Wochen.
Kredit tilgen, Einkommen ersetzen, Spezialklinik, Haushaltshilfe oder eine Reise mit der Familie: Sie entscheiden, wofür das Geld eingesetzt wird.
Sind Sie Versicherungsnehmer und versicherte Person, ist die Leistung in der Regel zu 100 % steuerfrei*. Jeder Euro kommt bei Ihnen an.
Anders als die Berufsunfähigkeitsversicherung fragt sie nicht, ob Sie Ihren Job noch ausüben können. Die Leistung hängt allein an der Diagnose – auch bei vollständiger Genesung.
Rücken, Psyche oder Allergien führen hier meist nicht zur Ablehnung. Deshalb ist der Schutz oft auch für Menschen erreichbar, die keine BU mehr bekommen.
Handwerker, Pflegekraft, Selbstständige oder Geschäftsführer: Der Beruf spielt für Beitrag und Leistung kaum eine Rolle – riskante Berufe zahlen nicht mehr.
Bei vielen Tarifen sind Ihre Kinder automatisch mitversichert – ohne Mehrbeitrag und ohne eigene Gesundheitsprüfung.
Je früher Sie abschließen, desto günstiger. Junge, gesunde Menschen sichern sich schon für wenige Euro im Monat fünf- bis sechsstellige Summen.**
Alle drei schützen Ihr Einkommen, aber auf völlig unterschiedliche Weise. Die Dread Disease Versicherung ist die einzige, die ausschließlich an die Diagnose anknüpft.
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| Merkmal | Dread Disease | Berufsunfähigkeit (BU) | Krankentagegeld |
|---|---|---|---|
| Wann wird gezahlt? | Bei Diagnose einer versicherten schweren Krankheit | Wenn Sie Ihren Beruf voraussichtlich 6 Monate zu mind. 50 % nicht ausüben können | Bei vorübergehender Arbeitsunfähigkeit |
| Art der Leistung | Einmalbetrag | Monatliche Rente | Tagessatz |
| Ursache egal? | Nein – nur definierte Krankheiten | Ja – jede Ursache, auch Psyche & Rücken | Ja – jede Ursache |
| Weiterarbeiten möglich? | Ja, Leistung bleibt | Leistung endet bei Wiedereinstieg | Nein |
| Gesundheitsfragen | Schlank, Fokus auf schwere Vorerkrankungen | Umfangreich, inkl. Psyche & Rücken | Umfangreich |
| Beruf beeinflusst Beitrag | Kaum | Stark | Teilweise |
| Ideal für | Finanzielle Soforthilfe bei schwerer Erkrankung | Langfristigen Einkommensersatz | Die ersten Monate Arbeitsunfähigkeit |
Unsere Empfehlung: Wer eine BU bekommt, kombiniert idealerweise beides. Wer keine BU bekommt oder sie sich nicht leisten kann, hat mit der Dread Disease Versicherung eine starke Alternative. Mehr im ehrlichen Vergleich BU vs. Schwere-Krankheiten-Versicherung.
Grundsätzlich für alle, deren Lebensstandard an ihrem Einkommen hängt. Besonders wertvoll ist der Schutz in diesen Situationen:
Wenn die Familie auf Ihr Einkommen angewiesen ist, sichert die Einmalzahlung den Alltag – auch wenn der Partner für die Pflege kürzertreten muss.
Kein Krankengeld, kein Arbeitgeber: Fällt der Inhaber aus, steht oft das ganze Geschäft still. Die Auszahlung überbrückt und finanziert Vertretung.
Die Kreditrate wartet nicht, bis Sie gesund sind. Mit der Leistung lässt sich der Kredit sondertilgen – und das Zuhause bleibt sicher.
Abgelehnt, zu teuer oder Vorerkrankungen bei Psyche und Rücken? Hier ist die Dread Disease Versicherung oft die beste erreichbare Absicherung.
Unternehmen sichern über eine Key-Person-Police ab, dass der Ausfall einer zentralen Person den Betrieb nicht gefährdet.
Das Risiko steigt mit dem Alter deutlich. Wer jetzt noch gesund ist, kann sich den Schutz bei vielen Tarifen zu garantierten Beiträgen sichern, bevor erste Diagnosen kommen.
Eine gute Dread Disease Versicherung erkennt man an den Details. Diese Punkte unterscheiden starke von schwachen Tarifen:
Gezahlt wird ausschließlich bei den im Vertrag genannten Diagnosen. Je mehr Krankheiten und je klarer die Definitionen, desto besser.
Die meisten Tarife zahlen erst, wenn Sie die Diagnose eine gewisse Zeit überleben – üblich sind 10 bis 28 Tage. Kürzer ist besser.
Für einige Krankheiten wie Krebs gilt oft eine Wartezeit von drei bis sechs Monaten ab Vertragsbeginn. Mehr dazu im Ratgeber Karenzzeit & Überlebensklausel.
Gute Tarife zahlen schon bei weniger schweren Diagnosen (z. B. Krebs-Frühstadium) einen Teilbetrag – ohne dass der Vertrag endet.
Alle Fragen müssen vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden, sonst droht im Ernstfall Leistungsfreiheit. Wir prüfen vorab anonym für Sie.
Zu wenig hilft wenig: Als Faustregel gilt das zwei- bis dreifache Bruttojahreseinkommen. Mehr im Ratgeber Versicherungssumme.
Der Einstieg liegt bei rund 12 € im Monat**. Wie hoch Ihr persönlicher Beitrag ausfällt, hängt vor allem von Ihrem Alter beim Abschluss, der Versicherungssumme und Ihrem Gesundheitszustand ab. Ihr Beruf spielt – anders als bei der BU – kaum eine Rolle.
Der wichtigste Hebel ist der Zeitpunkt: Wer jung und gesund abschließt, sichert sich dauerhaft niedrige Beiträge. Nach der ersten ernsten Diagnose ist ein Abschluss meist nicht mehr möglich. Ausführliche Beispielrechnungen finden Sie im Ratgeber Was kostet eine Schwere-Krankheiten-Versicherung?
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*Bei privater Versicherungsnehmer-Konstellation (Versicherungsnehmer = versicherte Person); steuerliche Hinweise ohne Gewähr, bitte stimmen Sie Ihren Einzelfall mit einem Steuerberater ab. **Richtwerte, Marktstand 2026. Der Mindestbeitrag von 12 €/Monat bezieht sich auf den Zurich Eagle Star Krankheits-Schutzbrief; Ihr individueller Beitrag hängt von Alter, Gesundheit, Laufzeit und Versicherungssumme ab. Alle Angaben dienen der allgemeinen Information, erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ersetzen keine Beratung – maßgeblich sind die Versicherungsbedingungen des jeweiligen Tarifs. Das Fallbeispiel ist eine beispielhafte Darstellung.
Quellen: Zentrum für Krebsregisterdaten (RKI) · Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe · Deutsche Herzstiftung, Deutscher Herzbericht · Deutsche Rentenversicherung · Bundesgesundheitsministerium – Krankengeld
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