Brustkrebs ist keine reine Frauenkrankheit – auch Männer können daran erkranken. Obwohl Brustkrebs bei Männern mit weniger als 1 Prozent aller Brustkrebsfälle selten vorkommt, ist die Erkrankung oft besonders tückisch: Sie wird häufig erst spät erkannt, weil viele Männer nicht damit rechnen und typische Symptome unterschätzen. In Deutschland erkranken jährlich etwa 700 bis 800 Männer an Brustkrebs – eine Zahl, die vielen nicht bewusst ist. Dieser Ratgeber erklärt Ihnen, welche Symptome auf Brustkrebs beim Mann hinweisen, wie die Diagnose gestellt wird, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und wie die Überlebenschancen einzuschätzen sind. Zudem erfahren Sie, warum eine finanzielle Absicherung bei schweren Krankheiten sinnvoll sein kann.
Warum bekommen Männer überhaupt Brustkrebs?
Viele Menschen wissen nicht, dass auch Männer Brustgewebe besitzen. Zwar ist es deutlich weniger ausgeprägt als bei Frauen, doch die Brustdrüsen sind anatomisch vorhanden und können entarten. Brustkrebs beim Mann entsteht meist in den Milchgängen oder dem Drüsengewebe hinter der Brustwarze.
Die Ursachen für Brustkrebs bei Männern sind vielfältig und ähneln teilweise denen bei Frauen:
- Hormonelle Faktoren: Ein erhöhter Östrogenspiegel oder ein Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Testosteron kann das Risiko steigern. Dies kann durch Übergewicht, Lebererkrankungen oder bestimmte Medikamente verursacht werden.
- Genetische Veranlagung: Mutationen in den Genen BRCA1 und BRCA2 erhöhen das Brustkrebsrisiko erheblich – bei Männern sogar stärker als bei Frauen. Etwa 10 bis 20 Prozent der männlichen Brustkrebspatienten tragen diese Mutationen.
- Alter: Das Erkrankungsrisiko steigt mit dem Alter. Die meisten Männer erkranken zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr.
- Familiäre Vorbelastung: Wenn in Ihrer Familie bereits Fälle von Brustkrebs aufgetreten sind, sollten Sie besonders aufmerksam sein.
- Strahlenbelastung: Frühere Bestrahlungen im Brustbereich, etwa bei anderen Krebserkrankungen, können das Risiko erhöhen.
- Klinefelter-Syndrom: Diese genetische Besonderheit führt zu einem zusätzlichen X-Chromosom und erhöht das Brustkrebsrisiko deutlich.
Interessant ist, dass Männer aufgrund des geringeren Brustgewebevolumens oft erst später auf Veränderungen aufmerksam werden. Mehr zur Vererbung von Brustkrebs erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber.
Brustkrebs Männer Symptome: Diese Warnsignale sollten Sie kennen
Die Symptome von Brustkrebs bei Männern unterscheiden sich grundsätzlich nicht von denen bei Frauen, werden aber häufig übersehen oder fehlinterpretiert. Achten Sie auf folgende Anzeichen:
Tastbare Veränderungen
Das häufigste Symptom ist ein schmerzloser, harter Knoten oder eine Verhärtung im Brustbereich. Dieser befindet sich meist direkt unter oder neben der Brustwarze. Im Gegensatz zu Frauen haben Männer weniger Brustgewebe, wodurch Knoten oft früher tastbar sein könnten – dennoch werden sie häufig ignoriert.
Wichtig: Nicht jeder Knoten ist Krebs. Auch gutartige Veränderungen wie eine Gynäkomastie (Vergrößerung der männlichen Brust) kommen vor. Dennoch sollten Sie jede Veränderung ärztlich abklären lassen. Wie Sie richtig Brustkrebs ertasten und abtasten, erklären wir detailliert in unserem Leitfaden.
Veränderungen der Brustwarze
- Einziehung oder Einwölbung der Brustwarze
- Rötung, Schuppung oder Krustenbildung
- Austritt von Flüssigkeit (oft blutig oder klar)
- Juckreiz oder Brennen im Brustwarzenbereich
Hautveränderungen
Die Haut über dem betroffenen Bereich kann sich verändern: Sie wirkt eingezogen, gerötet, schuppig oder zeigt eine Orangenhautstruktur (Peau d’orange). Diese Veränderungen entstehen, wenn der Tumor die Lymphgefäße blockiert.
Schwellung und Größenveränderung
Eine einseitige Schwellung oder Vergrößerung der Brust sollte Sie alarmieren. Auch Schwellungen in der Achselhöhle können auf vergrößerte Lymphknoten hinweisen, die möglicherweise von Krebszellen befallen sind.
Schmerzen
Obwohl Brustkrebs beim Mann meist schmerzlos ist, können in fortgeschrittenen Stadien Schmerzen auftreten. Diese sind jedoch kein verlässliches Frühwarnzeichen.
| Symptom | Häufigkeit | Bedeutung |
|---|---|---|
| Tastbarer Knoten | Über 90% | Häufigstes Erstsymptom, meist schmerzlos |
| Brustwarzenveränderung | 40-50% | Einziehung, Ausfluss, Rötung |
| Hautveränderungen | 30-40% | Rötung, Schuppung, Orangenhaut |
| Schwellung Achselhöhle | 20-30% | Hinweis auf Lymphknotenbefall |
| Schmerzen | 10-15% | Meist erst in fortgeschrittenen Stadien |
Weitere Informationen zu den verschiedenen Symptomen von Brustkrebs finden Sie in unserem umfassenden Artikel.

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Diagnose von Brustkrebs beim Mann: So wird die Erkrankung festgestellt
Die Diagnose von Brustkrebs bei Männern erfolgt in mehreren Schritten und ähnelt dem Vorgehen bei Frauen. Da die Erkrankung bei Männern seltener ist, wird sie allerdings oft erst später erkannt.
Anamnese und körperliche Untersuchung
Zunächst wird Ihr Arzt eine ausführliche Anamnese erheben: Wann haben Sie die Veränderung bemerkt? Gibt es Schmerzen? Besteht eine familiäre Vorbelastung? Anschließend folgt die körperliche Untersuchung, bei der Brust, Brustwarze, Achselhöhlen und Schlüsselbeinregion abgetastet werden.
Bildgebende Verfahren
Mammographie: Auch bei Männern kommt die Röntgenuntersuchung der Brust zum Einsatz. Sie kann Gewebeveränderungen, Verkalkungen und Tumoren sichtbar machen.
Ultraschall (Sonographie): Der Ultraschall ergänzt die Mammographie und hilft, zwischen flüssigkeitsgefüllten Zysten und festen Tumoren zu unterscheiden. Zudem können Lymphknoten in der Achselhöhle beurteilt werden.
MRT (Magnetresonanztomographie): In unklaren Fällen oder bei dichtem Brustgewebe kann eine MRT zusätzliche Informationen liefern. Sie ist besonders hilfreich bei der Beurteilung der Tumorausdehnung.
Biopsie: Die entscheidende Untersuchung
Die endgültige Diagnose erfolgt durch eine Gewebeprobe (Biopsie). Dabei wird mit einer feinen Nadel Gewebe aus dem verdächtigen Bereich entnommen und mikroskopisch untersucht. Die Biopsie klärt, ob es sich um eine gutartige oder bösartige Veränderung handelt.
Die Gewebeprobe liefert wichtige Informationen:
- Tumortyp: Meist handelt es sich um ein duktales Karzinom (ausgehend von den Milchgängen)
- Grading: Wie aggressiv ist der Tumor?
- Hormonrezeptorstatus: Reagiert der Tumor auf Hormone (Östrogen, Progesteron)?
- HER2-Status: Ist der Wachstumsfaktor HER2 vermehrt vorhanden?
Diese Informationen sind entscheidend für die Therapieplanung. Mehr Details zur Diagnose von Brustkrebs und was die Befunde bedeuten, erläutern wir ausführlich.
Staging: Wie weit ist die Erkrankung fortgeschritten?
Nach der Diagnose wird das Stadium der Erkrankung bestimmt (Staging). Dazu werden weitere Untersuchungen durchgeführt:
- CT oder MRT: Zur Beurteilung von Lunge, Leber und anderen Organen
- Knochenszintigraphie: Zum Ausschluss von Knochenmetastasen
- Blutuntersuchungen: Tumormarker und allgemeine Gesundheitsparameter
Das Staging erfolgt nach dem TNM-System:
| Stadium | Beschreibung | 5-Jahres-Überlebensrate |
|---|---|---|
| Stadium 0 | In-situ-Karzinom, keine Streuung | Nahezu 100% |
| Stadium I | Kleiner Tumor (unter 2 cm), keine Lymphknoten | 95-100% |
| Stadium II | Tumor 2-5 cm oder Lymphknotenbefall | 80-90% |
| Stadium III | Größerer Tumor, mehrere Lymphknoten befallen | 50-70% |
| Stadium IV | Fernmetastasen vorhanden | 20-30% |
Leider werden viele Fälle bei Männern erst in Stadium II oder III diagnostiziert, da die Symptome oft unterschätzt werden. Informationen zu Metastasen bei Brustkrebs helfen Ihnen, die Zusammenhänge besser zu verstehen.
Behandlungsmöglichkeiten bei Brustkrebs beim Mann
Die Therapie von Brustkrebs bei Männern orientiert sich an den Behandlungsstandards für Frauen, wird aber individuell angepasst. Sie umfasst in der Regel mehrere Säulen:
Operation: Die Basis der Behandlung
Die chirurgische Entfernung des Tumors ist meist der erste Behandlungsschritt. Bei Männern wird aufgrund des geringeren Brustgewebevolumens häufig eine Mastektomie durchgeführt – die vollständige Entfernung der Brustdrüse, der Brustwarze und oft auch des Brustwarzenhofs.
Zusätzlich werden die Lymphknoten in der Achselhöhle untersucht (Sentinel-Lymphknoten-Biopsie oder Axilladissektion), um festzustellen, ob sich Krebszellen bereits ausgebreitet haben. Detaillierte Informationen zur Operation bei Brustkrebs und zum Lymphknotenbefall finden Sie in unseren Spezialartikeln.
Strahlentherapie
Nach der Operation folgt häufig eine Strahlentherapie, um verbliebene Krebszellen zu zerstören und das Rückfallrisiko zu senken. Bestrahlt werden die Brustwand und gegebenenfalls die angrenzenden Lymphknotenstationen. Die Behandlung dauert meist 5 bis 6 Wochen und erfolgt ambulant.
Mehr zur Strahlentherapie bei Brustkrebs, ihren Nebenwirkungen und dem Ablauf erfahren Sie in unserem ausführlichen Ratgeber.
Hormontherapie: Besonders wichtig bei Männern
Da über 90 Prozent der männlichen Brustkrebsfälle hormonrezeptorpositiv sind (der Tumor wächst unter dem Einfluss von Östrogen), spielt die Hormontherapie eine zentrale Rolle. Meist wird Tamoxifen eingesetzt, ein Medikament, das die Östrogenrezeptoren blockiert.
Die Hormontherapie wird in der Regel über 5 bis 10 Jahre durchgeführt und kann das Rückfallrisiko erheblich senken. Nebenwirkungen können Hitzewallungen, Gewichtszunahme und sexuelle Funktionsstörungen sein.
Chemotherapie
Bei größeren Tumoren, Lymphknotenbefall oder aggressiven Tumorformen wird zusätzlich eine Chemotherapie empfohlen. Sie kann vor der Operation (neoadjuvant) zur Tumorverkleinerung oder nach der Operation (adjuvant) zur Vernichtung verbliebener Krebszellen eingesetzt werden.
Die Chemotherapie erfolgt in mehreren Zyklen über einige Monate. Typische Nebenwirkungen sind Haarausfall, Übelkeit, Müdigkeit und erhöhte Infektanfälligkeit.
Antikörpertherapie (zielgerichtete Therapie)
Bei HER2-positiven Tumoren (etwa 10-15 Prozent der Fälle) kann eine Antikörpertherapie mit Trastuzumab (Herceptin) die Prognose deutlich verbessern. Diese Medikamente blockieren gezielt Wachstumssignale der Krebszellen.
Mehr zur Antikörpertherapie bei Brustkrebs und den verschiedenen Wirkstoffen lesen Sie in unserem Spezialratgeber.
| Therapieform | Einsatz | Dauer |
|---|---|---|
| Operation | Fast immer, meist Mastektomie | Einmaliger Eingriff |
| Strahlentherapie | Nach Operation bei den meisten Patienten | 5-6 Wochen |
| Hormontherapie | Bei hormonrezeptorpositiven Tumoren (über 90%) | 5-10 Jahre |
| Chemotherapie | Bei größeren Tumoren, Lymphknotenbefall | 3-6 Monate |
| Antikörpertherapie | Bei HER2-positiven Tumoren | 1 Jahr |

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Brustkrebs Mann Überlebenschance: Wie sind die Prognosen?
Die Überlebenschancen bei Brustkrebs beim Mann hängen von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich gilt: Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
Faktoren, die die Prognose beeinflussen
- Tumorstadium: Das wichtigste Kriterium. In frühen Stadien (I und II) liegen die 5-Jahres-Überlebensraten bei 80 bis 100 Prozent.
- Lymphknotenbefall: Sind Lymphknoten befallen, verschlechtert sich die Prognose. Bei mehr als 4 befallenen Lymphknoten sinkt die Überlebensrate deutlich.
- Tumorgröße: Kleinere Tumoren (unter 2 cm) haben eine bessere Prognose als größere.
- Grading: Gut differenzierte Tumoren (G1) wachsen langsamer und haben eine bessere Prognose als schlecht differenzierte (G3).
- Hormonrezeptorstatus: Hormonrezeptorpositive Tumoren sprechen gut auf Hormontherapie an und haben generell eine bessere Prognose.
- HER2-Status: Mit gezielter Antikörpertherapie haben auch HER2-positive Tumoren heute gute Behandlungsaussichten.
- Alter und Allgemeinzustand: Jüngere, fitte Patienten vertragen Therapien besser und haben oft bessere Ergebnisse.
Statistische Überlebensraten
Die 5-Jahres-Überlebensrate gibt an, wie viele Patienten fünf Jahre nach Diagnosestellung noch leben. Für Brustkrebs beim Mann liegen die Gesamtüberlebensraten bei:
- Alle Stadien zusammen: Etwa 75-80 Prozent
- Lokalisierter Tumor (Stadium I): 95-100 Prozent
- Regionaler Befall (Stadium II-III): 70-85 Prozent
- Fernmetastasen (Stadium IV): 20-30 Prozent
Wichtig zu wissen: Diese Zahlen sind Durchschnittswerte aus älteren Studien. Die modernen Therapien haben sich in den letzten Jahren erheblich verbessert, sodass die tatsächlichen Überlebenschancen heute oft besser sind.
Warum ist die Prognose bei Männern oft schlechter?
Statistisch gesehen haben Männer mit Brustkrebs eine etwas schlechtere Prognose als Frauen – nicht weil die Erkrankung aggressiver wäre, sondern weil sie oft später erkannt wird. Männer gehen seltener zum Arzt, kennen die Symptome nicht und nehmen Veränderungen nicht ernst. Dadurch wird die Diagnose häufig erst in fortgeschritteneren Stadien gestellt.
Ein weiterer Faktor: Bei Männern liegen Tumoren aufgrund des geringeren Brustgewebevolumens näher an der Brustwand und können schneller in Lymphknoten und Muskulatur einwachsen.
Lebensqualität und Nachsorge
Neben der reinen Überlebensrate spielt die Lebensqualität eine wichtige Rolle. Die Behandlung von Brustkrebs kann körperliche und psychische Belastungen mit sich bringen:
- Narben und körperliche Veränderungen nach der Operation
- Nebenwirkungen der Hormontherapie (Hitzewallungen, Libidoverlust)
- Fatigue (chronische Erschöpfung) nach Chemo- und Strahlentherapie
- Psychische Belastung durch die Krebsdiagnose
- Finanzielle Sorgen durch Arbeitsausfall und Behandlungskosten
Die Nachsorge umfasst regelmäßige Kontrolluntersuchungen über mindestens 10 Jahre: körperliche Untersuchungen, Blutabnahmen, Bildgebung und bei Bedarf psychoonkologische Unterstützung.
| Prognosefaktor | Günstig | Ungünstig |
|---|---|---|
| Tumorstadium | Stadium 0-I | Stadium III-IV |
| Tumorgröße | Unter 2 cm | Über 5 cm |
| Lymphknoten | Keine befallen | Mehr als 4 befallen |
| Grading | G1 (gut differenziert) | G3 (schlecht differenziert) |
| Hormonrezeptoren | Positiv | Negativ |
| Alter bei Diagnose | Jünger, fit | Älter, Begleiterkrankungen |
Besondere Formen: Inflammatorischer Brustkrebs bei Männern
Eine besonders aggressive und seltene Form ist der inflammatorische (entzündliche) Brustkrebs. Er macht etwa 1-3 Prozent aller Brustkrebsfälle aus und kann auch bei Männern auftreten.
Typische Symptome sind:
- Plötzliche Rötung und Schwellung der Brust
- Überwärmung der betroffenen Stelle
- Orangenhautartige Hautveränderung
- Oft kein tastbarer Knoten
- Schnelles Fortschreiten der Symptome
Der inflammatorische Brustkrebs wächst besonders aggressiv und wird oft mit einer Entzündung verwechselt, was die Diagnose verzögert. Die Behandlung erfordert eine intensive Kombinationstherapie aus Chemotherapie, Operation und Bestrahlung. Mehr zu dieser besonderen Form erfahren Sie in unserem Artikel über inflammatorischen Brustkrebs.
Verschiedene Brustkrebsarten beim Mann
Brustkrebs ist nicht gleich Brustkrebs. Es gibt verschiedene Typen, die sich in ihrem Verhalten und ihrer Behandlung unterscheiden:
Duktales Karzinom
Mit etwa 85-90 Prozent ist das duktale Karzinom die häufigste Form. Es geht von den Milchgängen aus. Man unterscheidet zwischen dem duktalen Carcinoma in situ (DCIS, nicht-invasiv) und dem invasiv-duktalen Karzinom, das in umliegendes Gewebe einwächst.
Lobuläres Karzinom
Diese Form geht von den Drüsenläppchen aus und ist bei Männern sehr selten (unter 5 Prozent), da Männer kaum Drüsenläppchen besitzen.
Paget-Karzinom der Brustwarze
Diese seltene Form betrifft die Brustwarze und den Warzenhof. Symptome sind Rötung, Schuppung, Nässen und Krustenbildung – oft über Monate hinweg. Es wird häufig mit einem Ekzem verwechselt.
Triple-negativer Brustkrebs
Bei dieser aggressiven Form fehlen Hormonrezeptoren und HER2. Sie spricht nicht auf Hormon- oder Antikörpertherapie an, sodass Chemotherapie die Hauptbehandlung darstellt. Bei Männern ist diese Form selten.
Detaillierte Informationen zu den verschiedenen Brustkrebsarten und ihrer Behandlung finden Sie in unserem Übersichtsartikel.

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Vorsorge und Früherkennung: Was können Männer tun?
Anders als bei Frauen gibt es für Männer kein systematisches Brustkrebs-Screening-Programm. Umso wichtiger ist die Selbstaufmerksamkeit:
Regelmäßige Selbstuntersuchung
Tasten Sie Ihre Brust einmal monatlich ab – am besten unter der Dusche, wenn die Haut nass und gleitfähig ist. Achten Sie auf:
- Knoten oder Verhärtungen
- Veränderungen der Brustwarze
- Hautveränderungen
- Asymmetrien
- Schwellungen in der Achselhöhle
Risikofaktoren kennen und minimieren
- Gewicht kontrollieren: Übergewicht erhöht den Östrogenspiegel
- Alkoholkonsum begrenzen: Alkohol kann das Brustkrebsrisiko steigern
- Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität senkt das Krebsrisiko
- Genetische Beratung: Bei familiärer Vorbelastung sollten Sie eine humangenetische Beratung in Erwägung ziehen
Bei Symptomen sofort zum Arzt
Zögern Sie nicht, bei ungewöhnlichen Veränderungen einen Arzt aufzusuchen. Falsche Scham kann lebensbedrohlich sein. Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen.
Leben mit der Diagnose: Psychische und finanzielle Aspekte
Eine Krebsdiagnose verändert das Leben grundlegend. Neben der medizinischen Behandlung spielen psychische Unterstützung und finanzielle Absicherung eine wichtige Rolle.
Psychoonkologische Unterstützung
Viele Männer fühlen sich mit der Diagnose Brustkrebs besonders isoliert, da die Erkrankung als „Frauenkrankheit“ gilt. Psychoonkologische Beratung, Selbsthilfegruppen und der Austausch mit anderen Betroffenen können helfen, die Situation zu bewältigen.
Finanzielle Belastungen
Eine Krebserkrankung bringt oft erhebliche finanzielle Belastungen mit sich:
- Arbeitsausfall während der Behandlung
- Reduzierte Arbeitsfähigkeit nach der Therapie
- Zuzahlungen für Medikamente und Hilfsmittel
- Kosten für Fahrten zu Behandlungen
- Eventuell notwendige Umbaumaßnahmen zu Hause
- Einkommenseinbußen bei Selbstständigen
Hier kann eine Dread-Disease-Versicherung (Schwere-Krankheiten-Versicherung) wertvolle Unterstützung bieten. Sie zahlt bei Diagnose einer schweren Erkrankung wie Krebs eine vereinbarte Einmalsumme aus – unabhängig von tatsächlichen Behandlungskosten. Dieses Geld können Sie frei verwenden: für die beste medizinische Versorgung, zur Überbrückung von Einkommensausfällen oder zur Entlastung Ihrer Familie.
Rehabilitation und Wiedereingliederung
Nach Abschluss der Akutbehandlung hilft eine onkologische Rehabilitation, wieder zu Kräften zu kommen und in den Alltag zurückzufinden. Die Reha umfasst medizinische Therapien, Sport, Ernährungsberatung und psychologische Unterstützung.
Die stufenweise Wiedereingliederung in den Beruf (Hamburger Modell) ermöglicht einen sanften Übergang zurück in die Arbeitswelt.
Häufig gestellte Fragen zu Brustkrebs beim Mann: Symptome, Diagnose und Überlebenschancen
Wie häufig ist Brustkrebs bei Männern?
Brustkrebs beim Mann ist selten und macht weniger als 1 Prozent aller Brustkrebsfälle aus. In Deutschland erkranken jährlich etwa 700 bis 800 Männer daran. Das Erkrankungsrisiko steigt mit dem Alter, die meisten Fälle treten zwischen dem 60. und 70. Lebensjahr auf. Obwohl die Erkrankung selten ist, sollten Männer auf Veränderungen im Brustbereich achten und diese ärztlich abklären lassen.
Welche Symptome deuten auf Brustkrebs beim Mann hin?
Das häufigste Symptom ist ein schmerzloser, harter Knoten im Brustbereich, meist unter oder neben der Brustwarze. Weitere Warnsignale sind: Einziehung oder Veränderung der Brustwarze, Ausfluss aus der Brustwarze (oft blutig), Rötung oder Schuppung der Haut, einseitige Schwellung der Brust, Schwellungen in der Achselhöhle und Hautveränderungen wie Orangenhaut-Struktur. Bei jedem dieser Symptome sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen.
Wie wird Brustkrebs beim Mann diagnostiziert?
Die Diagnose erfolgt in mehreren Schritten: Zunächst führt der Arzt eine körperliche Untersuchung durch und tastet Brust und Achselhöhlen ab. Anschließend folgen bildgebende Verfahren wie Mammographie, Ultraschall und gegebenenfalls MRT. Die endgültige Diagnose wird durch eine Biopsie gestellt, bei der Gewebe entnommen und mikroskopisch untersucht wird. Die Gewebeprobe liefert wichtige Informationen über Tumortyp, Aggressivität und Hormonrezeptorstatus, die für die Therapieplanung entscheidend sind.
Wie sind die Überlebenschancen bei Brustkrebs beim Mann?
Die Überlebenschancen hängen stark vom Erkrankungsstadium ab. In frühen Stadien (I und II) liegen die 5-Jahres-Überlebensraten bei 80 bis 100 Prozent. Bei lokalisiertem Tumor ohne Lymphknotenbefall beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate 95-100 Prozent, bei regionalem Befall 70-85 Prozent und bei Fernmetastasen 20-30 Prozent. Die Gesamtüberlebensrate über alle Stadien liegt bei etwa 75-80 Prozent. Entscheidend ist die Früherkennung – je früher die Diagnose, desto besser die Prognose.
Warum wird Brustkrebs bei Männern oft später erkannt?
Brustkrebs wird bei Männern häufig später diagnostiziert, weil viele nicht damit rechnen, dass sie daran erkranken können. Die Erkrankung gilt fälschlicherweise als reine Frauenkrankheit. Männer nehmen Veränderungen im Brustbereich oft nicht ernst, gehen später zum Arzt und kennen die Warnsignale nicht. Zudem gibt es für Männer kein Screening-Programm wie bei Frauen. Diese verzögerte Diagnose führt dazu, dass die Erkrankung häufig erst in fortgeschritteneren Stadien entdeckt wird, was die Prognose verschlechtert.
Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Die Behandlung umfasst mehrere Säulen: Die Operation (meist Mastektomie) ist die Basis, bei der die Brustdrüse und oft die Brustwarze entfernt werden. Anschließend folgt in den meisten Fällen eine Strahlentherapie. Da über 90 Prozent der männlichen Brustkrebsfälle hormonrezeptorpositiv sind, spielt die Hormontherapie (meist mit Tamoxifen) eine zentrale Rolle und wird über 5-10 Jahre durchgeführt. Bei größeren Tumoren oder Lymphknotenbefall wird zusätzlich eine Chemotherapie eingesetzt. Bei HER2-positiven Tumoren kommt eine Antikörpertherapie hinzu.
Ist Brustkrebs beim Mann vererbbar?
Ja, genetische Faktoren spielen eine wichtige Rolle. Etwa 10-20 Prozent der männlichen Brustkrebspatienten tragen Mutationen in den Genen BRCA1 oder BRCA2, die das Erkrankungsrisiko erheblich erhöhen. Männer mit BRCA2-Mutation haben ein bis zu 8-fach erhöhtes Brustkrebsrisiko. Auch andere genetische Veränderungen und familiäre Vorbelastungen können das Risiko steigern. Bei mehreren Brustkrebsfällen in der Familie sollten Sie eine humangenetische Beratung in Erwägung ziehen, um Ihr persönliches Risiko einschätzen zu lassen.
Können Männer Brustkrebs durch Selbstuntersuchung früh erkennen?
Ja, die regelmäßige Selbstuntersuchung ist wichtig, da es für Männer kein Screening-Programm gibt. Tasten Sie einmal monatlich Ihre Brust ab, am besten unter der Dusche. Achten Sie auf Knoten, Verhärtungen, Veränderungen der Brustwarze, Hautveränderungen, Asymmetrien und Schwellungen in der Achselhöhle. Da Männer weniger Brustgewebe haben, lassen sich Veränderungen oft gut ertasten. Bei jeder Auffälligkeit sollten Sie umgehend einen Arzt aufsuchen – frühe Erkennung verbessert die Heilungschancen deutlich.
Welche Rolle spielen Hormone bei Brustkrebs beim Mann?
Hormone spielen eine zentrale Rolle: Über 90 Prozent der männlichen Brustkrebsfälle sind hormonrezeptorpositiv, das heißt, die Tumoren wachsen unter dem Einfluss von Östrogen. Ein erhöhter Östrogenspiegel oder ein Ungleichgewicht zwischen Östrogen und Testosteron kann das Brustkrebsrisiko erhöhen. Dies kann durch Übergewicht, Lebererkrankungen, bestimmte Medikamente oder genetische Besonderheiten wie das Klinefelter-Syndrom verursacht werden. Die Hormontherapie mit Tamoxifen blockiert die Östrogenrezeptoren und ist daher eine wichtige Behandlungssäule.
Wie kann ich mich finanziell gegen die Folgen von Brustkrebs absichern?
Eine Krebserkrankung bringt oft erhebliche finanzielle Belastungen mit sich: Arbeitsausfall, reduzierte Arbeitsfähigkeit, Zuzahlungen und Einkommenseinbußen. Eine Dread-Disease-Versicherung (Schwere-Krankheiten-Versicherung) kann hier wertvolle Unterstützung bieten. Sie zahlt bei Diagnose einer schweren Erkrankung wie Krebs eine vereinbarte Einmalsumme aus – unabhängig von tatsächlichen Behandlungskosten und ohne Verwendungsnachweis. Dieses Geld können Sie frei einsetzen: für die beste medizinische Versorgung, zur Überbrückung von Einkommensausfällen oder zur Entlastung Ihrer Familie. Informieren Sie sich frühzeitig über Ihre Möglichkeiten.
Fazit: Brustkrebs beim Mann ernst nehmen und frühzeitig handeln
Brustkrebs beim Mann ist zwar selten, aber keineswegs zu unterschätzen. Die Erkrankung verläuft grundsätzlich ähnlich wie bei Frauen, wird aber häufig später erkannt, weil Männer nicht damit rechnen und Symptome ignorieren. Dabei sind die Heilungschancen bei früher Diagnose ausgezeichnet: In Stadium I liegen die 5-Jahres-Überlebensraten bei nahezu 100 Prozent.
Die wichtigsten Botschaften dieses Ratgebers:
- Kennen Sie die Symptome: Tastbare Knoten, Brustwarzenveränderungen, Hautveränderungen und Schwellungen sollten Sie ernst nehmen.
- Selbstuntersuchung: Tasten Sie Ihre Brust regelmäßig ab und achten Sie auf Veränderungen.
- Keine falsche Scham: Gehen Sie bei Auffälligkeiten sofort zum Arzt – Brustkrebs ist keine reine Frauenkrankheit.
- Moderne Therapien: Die Behandlung von Brustkrebs bei Männern hat sich erheblich verbessert und umfasst Operation, Strahlen-, Hormon- und gegebenenfalls Chemotherapie sowie Antikörpertherapie.
- Gute Prognosen bei Früherkennung: Je früher die Diagnose, desto besser die Überlebenschancen.
- Finanzielle Vorsorge: Eine schwere Krankheit kann erhebliche finanzielle Belastungen mit sich bringen. Informieren Sie sich über Absicherungsmöglichkeiten.
Ihre Gesundheit liegt in Ihrer Hand. Nehmen Sie Veränderungen ernst, informieren Sie sich über Risikofaktoren und sorgen Sie vor – medizinisch wie finanziell. Bei Fragen zur finanziellen Absicherung durch eine Dread-Disease-Versicherung stehen wir Ihnen gerne für eine kostenlose und unverbindliche Beratung zur Verfügung.

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Disclaimer: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine professionelle medizinische oder versicherungsspezifische Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden konsultieren Sie bitte einen Arzt. Für individuelle Versicherungsfragen wenden Sie sich an einen qualifizierten Versicherungsberater. Stand: 2025