Die Diagnose Brustkrebs verändert das Leben von jährlich über 69.000 Frauen in Deutschland – und die Strahlentherapie ist für viele ein wichtiger Behandlungsschritt. Nach einer Operation oder begleitend zur Chemotherapie spielt die Bestrahlung nach Brustkrebs eine zentrale Rolle, um das Rückfallrisiko zu senken und die Heilungschancen zu verbessern. Doch was erwartet Sie bei einer Strahlentherapie? Wie läuft die Behandlung ab, wie lange dauert sie, und wie können Sie Ihre Haut während dieser Zeit optimal pflegen? In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige über die Strahlentherapie bei Brustkrebs – von der Vorbereitung über den Behandlungsablauf bis hin zu praktischen Tipps für den Alltag und die richtige Hautpflege während der Bestrahlung.
Was ist eine Strahlentherapie bei Brustkrebs und wann wird sie eingesetzt?
Die Strahlentherapie, auch Radiotherapie genannt, ist eine lokale Behandlungsmethode, bei der hochenergetische Strahlen gezielt auf das Tumorgewebe oder das Operationsgebiet gerichtet werden. Ziel ist es, verbliebene Krebszellen zu zerstören und das Risiko eines Rückfalls (Rezidiv) zu minimieren. Die Bestrahlung wirkt direkt auf die DNA der Tumorzellen ein und verhindert deren weitere Teilung.
Bei Brustkrebs wird die Strahlentherapie in verschiedenen Situationen empfohlen:
- Nach brusterhaltender Operation: Um mikroskopisch kleine Tumorreste zu eliminieren, die bei der Operation nicht sichtbar waren
- Nach Mastektomie: Bei größeren Tumoren, Lymphknotenbefall oder ungünstigen Tumormerkmalen
- Bei fortgeschrittenem Brustkrebs: Zur Symptomlinderung und Kontrolle von Metastasen
- Vor einer Operation: In seltenen Fällen zur Verkleinerung des Tumors
Studien zeigen, dass die Strahlentherapie nach brusterhaltender Operation das Rezidivrisiko um etwa 50-70% senkt. Die Entscheidung für oder gegen eine Bestrahlung trifft Ihr behandelndes Team individuell basierend auf Tumorstadium, Lymphknotenstatus und weiteren Faktoren. Mehr über die verschiedenen Brustkrebsarten und ihre Behandlung erfahren Sie in unserem spezialisierten Ratgeber.
Unterschied zwischen externer und interner Strahlentherapie
Bei Brustkrebs kommen hauptsächlich zwei Arten der Strahlentherapie zum Einsatz:
| Therapieform | Beschreibung | Anwendung bei Brustkrebs | Dauer |
|---|---|---|---|
| Externe Strahlentherapie (perkutan) | Bestrahlung von außen durch die Haut mittels Linearbeschleuniger | Standardverfahren nach Operation, Bestrahlung der gesamten Brust oder Brustwand | 3-6 Wochen, täglich Mo-Fr |
| Interne Strahlentherapie (Brachytherapie) | Strahlenquelle wird direkt in oder nahe am Tumor platziert | Teilbrustbestrahlung bei kleinen, günstigen Tumoren | 5-7 Tage, mehrmals täglich |
| Intraoperative Radiotherapie (IORT) | Einmalige Bestrahlung während der Operation | Ausgewählte Patientinnen mit niedrigem Rückfallrisiko | Einmalig während OP |
Die externe Strahlentherapie ist mit über 90% der Fälle die häufigste Form. Sie ermöglicht eine präzise Dosierung und schont umliegendes Gewebe durch moderne Techniken wie die intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT).

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Der Ablauf der Strahlentherapie: Von der Planung bis zur letzten Sitzung
Die Strahlentherapie bei Brustkrebs folgt einem strukturierten Ablauf, der mit einer sorgfältigen Planung beginnt und über mehrere Wochen hinweg durchgeführt wird. Jeder Schritt ist darauf ausgerichtet, die Behandlung so effektiv und schonend wie möglich zu gestalten.
Phase 1: Erstgespräch und Aufklärung
Beim ersten Termin in der Strahlentherapie-Abteilung führt ein Radioonkologe ein ausführliches Gespräch mit Ihnen. Dabei werden folgende Punkte besprochen:
- Ihre medizinische Vorgeschichte und die Details Ihrer Brustkrebsdiagnose
- Ziel und Nutzen der Strahlentherapie in Ihrem individuellen Fall
- Mögliche Nebenwirkungen und deren Management
- Ablauf und Dauer der Behandlung
- Verhaltensregeln während der Therapie
Nutzen Sie dieses Gespräch, um alle Fragen zu stellen, die Sie beschäftigen. Es ist wichtig, dass Sie die Behandlung verstehen und sich gut aufgehoben fühlen.
Phase 2: Bestrahlungsplanung und Simulation
Die Planungsphase ist entscheidend für den Erfolg der Therapie. Bei der sogenannten Simulationssitzung werden folgende Schritte durchgeführt:
CT-Planung: Sie liegen in der Position, in der Sie später bestrahlt werden – meist auf dem Rücken mit erhobenen Armen. Eine Computertomographie erstellt detaillierte Bilder Ihrer Brust und des umliegenden Gewebes. Diese Aufnahmen dienen als Grundlage für die Berechnung des Bestrahlungsplans.
Hautmarkierungen: Mit einem wasserfesten Stift oder kleinen Tätowierungen (etwa stecknadelkopfgroß) werden Markierungspunkte auf Ihrer Haut angebracht. Diese dienen der exakten Positionierung bei jeder Behandlungssitzung und sollten während der gesamten Therapie sichtbar bleiben.
Individueller Bestrahlungsplan: Medizinphysiker und Radioonkologen berechnen anhand der CT-Bilder präzise, aus welchen Richtungen und mit welcher Intensität bestrahlt werden soll. Dabei wird das Zielgebiet optimal erfasst und gleichzeitig das gesunde Gewebe – insbesondere Herz und Lunge – maximal geschont.
Die Planungsphase dauert etwa 1-2 Stunden. Bis zur ersten Bestrahlungssitzung vergehen dann meist 1-2 Wochen, in denen der Bestrahlungsplan finalisiert wird.
Phase 3: Die täglichen Bestrahlungssitzungen
Die eigentliche Strahlentherapie erfolgt ambulant und dauert pro Sitzung nur wenige Minuten. Der typische Ablauf sieht folgendermaßen aus:
- Vorbereitung: Sie entkleiden sich im Oberkörperbereich und legen sich in die vorgesehene Position auf dem Behandlungstisch
- Positionierung: Die Radiologieassistenten richten Sie anhand der Hautmarkierungen millimetergenau aus, unterstützt durch Laserstrahlen
- Bestrahlung: Sie bleiben allein im Raum, werden aber über Kameras und Gegensprechanlage überwacht. Das Gerät dreht sich um Sie herum und bestrahlt aus verschiedenen Winkeln – Sie spüren dabei nichts
- Dauer: Die reine Bestrahlungszeit beträgt nur 2-5 Minuten, mit Vorbereitung sind Sie etwa 15-20 Minuten im Behandlungsraum
Die Behandlung ist völlig schmerzfrei. Sie hören lediglich die Geräusche des Linearbeschleunigers. Wichtig ist, dass Sie während der Bestrahlung absolut ruhig liegen bleiben.
Behandlungsfrequenz und Gesamtdauer
Die Strahlentherapie bei Brustkrebs wird üblicherweise nach folgendem Schema durchgeführt:
| Bestrahlungsschema | Einzeldosis | Anzahl Sitzungen | Gesamtdauer | Gesamtdosis |
|---|---|---|---|---|
| Standardfraktionierung | 1,8-2,0 Gray | 28-30 Sitzungen | 5-6 Wochen | 50-60 Gray |
| Hypofraktionierung | 2,5-2,67 Gray | 15-16 Sitzungen | 3-3,5 Wochen | 40-42,5 Gray |
| Boost-Bestrahlung | 2,0 Gray | 5-8 zusätzliche Sitzungen | 1-1,5 Wochen extra | 10-16 Gray zusätzlich |
Die Bestrahlung findet montags bis freitags statt, das Wochenende dient der Erholung des Gewebes. Studien zeigen, dass die Hypofraktionierung bei vielen Patientinnen genauso wirksam ist wie die längere Standardbehandlung, bei vergleichbaren Nebenwirkungen. Dies ermöglicht eine kürzere Gesamtbehandlungszeit.
Bei erhöhtem Rückfallrisiko wird oft eine zusätzliche Boost-Bestrahlung des Tumorbetts empfohlen – also der Stelle, an der der Tumor saß. Dies erhöht die lokale Kontrolle zusätzlich.
Arbeiten während der Strahlentherapie bei Brustkrebs: Was ist möglich?
Eine häufige Frage lautet: Kann ich während der Bestrahlung arbeiten? Die Antwort ist individuell und hängt von mehreren Faktoren ab.
Grundsätzlich ist Arbeiten während der Strahlentherapie möglich, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
- Sie fühlen sich körperlich und psychisch dazu in der Lage
- Ihre Arbeit ist nicht körperlich sehr anstrengend
- Sie können die täglichen Bestrahlungstermine wahrnehmen
- Ihr Arbeitgeber unterstützt flexible Arbeitszeiten
Viele Patientinnen arbeiten zumindest in Teilzeit weiter, besonders zu Beginn der Therapie. Die Nebenwirkungen entwickeln sich meist erst nach 2-3 Wochen und verstärken sich zum Ende der Behandlung. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Planung:
Praktische Tipps für die Vereinbarkeit von Arbeit und Bestrahlung
| Aspekt | Empfehlung | Begründung |
|---|---|---|
| Arbeitszeit | Reduzierung auf 50-75% oder flexible Zeiteinteilung | Ermöglicht Erholung zwischen Terminen und bei zunehmender Müdigkeit |
| Terminplanung | Bestrahlungstermine möglichst früh morgens oder spät nachmittags | Minimiert Unterbrechungen im Arbeitsalltag |
| Homeoffice | Wenn möglich, 2-3 Tage pro Woche von zu Hause arbeiten | Spart Energie für Pendelwege, mehr Flexibilität |
| Pausen | Regelmäßige Ruhepausen einplanen, auch kurze | Beugt Erschöpfung vor, unterstützt Regeneration |
| Kommunikation | Offenes Gespräch mit Vorgesetzten über Ihre Situation | Ermöglicht Anpassungen und Verständnis im Team |
Krankschreibung: Ihr behandelnder Arzt kann Sie bei Bedarf teilweise oder vollständig krankschreiben. Dies ist besonders sinnvoll, wenn Nebenwirkungen wie Erschöpfung, Hautreaktionen oder emotionale Belastung zunehmen. Viele Patientinnen entscheiden sich für eine Krankschreibung in den letzten 1-2 Wochen der Therapie und für etwa 2 Wochen danach.
Finanzielle Absicherung: Die Behandlung einer schweren Erkrankung wie Brustkrebs kann zu erheblichen Einkommenseinbußen führen, sei es durch Teilzeitarbeit, Krankschreibung oder berufliche Neuorientierung. Eine finanzielle Vorsorge kann in dieser Situation erhebliche Erleichterung bringen.

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Nebenwirkungen der Strahlentherapie: Was Sie erwarten können
Die Strahlentherapie bei Brustkrebs ist heute dank moderner Techniken deutlich schonender als früher. Dennoch können Nebenwirkungen auftreten, die sich meist erst nach einigen Wochen zeigen und nach Therapieende allmählich abklingen.
Häufige Nebenwirkungen während der Behandlung
Hautreaktionen (bei über 90% der Patientinnen): Die bestrahlte Haut reagiert ähnlich wie bei einem Sonnenbrand. Die Reaktionen entwickeln sich stufenweise:
- Woche 1-2: Leichte Rötung, Wärmegefühl
- Woche 3-4: Deutlichere Rötung, trockene Haut, leichtes Jucken
- Woche 5-6: Intensive Rötung, eventuell Schuppung, stärkerer Juckreiz
- Bei ca. 20%: Feuchte Hautreaktionen mit nässenden Stellen, besonders in Hautfalten
Müdigkeit und Erschöpfung (Fatigue): Etwa 60-80% der Patientinnen berichten von zunehmender Müdigkeit im Verlauf der Therapie. Diese ist nicht nur auf die Strahlentherapie zurückzuführen, sondern auch auf die Gesamtbelastung durch Diagnose, Operation und tägliche Fahrten zur Klinik.
Weitere mögliche Nebenwirkungen:
- Schwellung der Brust (Ödem)
- Spannungsgefühl oder Verhärtung des Gewebes
- Veränderung der Brustgröße oder -form
- Verfärbung der Haut (kann dauerhaft sein)
- Empfindlichkeit oder Schmerzen in der bestrahlten Region
Seltene, aber mögliche Langzeitnebenwirkungen
Dank moderner Bestrahlungstechniken sind schwerwiegende Langzeitfolgen selten geworden. Dennoch sollten Sie über folgende Risiken informiert sein:
| Nebenwirkung | Häufigkeit | Zeitpunkt | Prävention/Management |
|---|---|---|---|
| Lymphödem | 5-20% (höher bei Lymphknotenbestrahlung) | Monate bis Jahre nach Therapie | Lymphdrainage, Kompression, Bewegung |
| Fibrose (Gewebeverhärtung) | 10-30% | 6-24 Monate nach Therapie | Hautpflege, Massage, Physiotherapie |
| Herzprobleme | <1% (bei linksseitigem Brustkrebs) | Jahre bis Jahrzehnte später | Moderne Atemtechniken, Herzschonung |
| Lungenentzündung | 1-5% | 3-6 Monate nach Therapie | Niedrige Lungendosis, Kontrollen |
| Zweittumor | <1% | 10+ Jahre nach Therapie | Nutzen überwiegt Risiko deutlich |
Wichtig zu wissen: Die Wahrscheinlichkeit dieser Langzeitnebenwirkungen ist bei modernen Bestrahlungstechniken wie der IMRT deutlich geringer als bei älteren Methoden. Die Vorteile der Strahlentherapie – insbesondere die Reduktion des Rückfallrisikos – überwiegen die Risiken bei weitem.
Hautpflege während der Bestrahlung: Die wichtigsten Strahlentherapie Brustkrebs Tipps
Die richtige Hautpflege während der Bestrahlung ist entscheidend, um Hautreaktionen zu minimieren und den Heilungsprozess zu unterstützen. Hier finden Sie bewährte Empfehlungen für die Hautpflege Bestrahlung.
Grundregeln für die Hautpflege während der Strahlentherapie
Vor und während der Behandlung:
- Keine Seife oder Duschgel auf der bestrahlten Haut: Verwenden Sie nur klares, lauwarmes Wasser. Aggressive Reinigungsprodukte können die Hautbarriere zusätzlich schädigen.
- Sanft abtupfen, nicht rubbeln: Trocknen Sie die Haut nach dem Waschen vorsichtig mit einem weichen Handtuch durch Abtupfen.
- Hautmarkierungen schützen: Achten Sie darauf, die Markierungen nicht abzuwaschen. Falls sie verblassen, informieren Sie das Behandlungsteam.
- Keine Kosmetika im Bestrahlungsfeld: Verzichten Sie auf Deos, Parfums, Cremes oder Make-up auf der zu bestrahlenden Haut – zumindest 4 Stunden vor der Behandlung.
- Lockere, weiche Kleidung: Tragen Sie atmungsaktive Baumwollkleidung, die nicht einschneidet oder reibt. Verzichten Sie auf Bügel-BHs.
Empfohlene Pflegeprodukte und ihre Anwendung
Ihr Behandlungsteam wird Ihnen spezifische Produkte empfehlen. Folgende Präparate haben sich bewährt:
| Produkttyp | Empfohlene Wirkstoffe | Anwendung | Zeitpunkt |
|---|---|---|---|
| Basispflege | Dexpanthenol, Harnstoff (Urea), Glycerin | 2-3x täglich dünn auftragen | Nach Bestrahlung, mind. 4h vor nächster Sitzung |
| Bei Rötung | Aloe Vera Gel (mind. 90%), Calendula | Mehrmals täglich, kühlt und beruhigt | Bei ersten Anzeichen von Rötung |
| Bei trockener Haut | Linolsäure, Nachtkerzenöl, Vitamin E | Abends großzügig auftragen | Ab Woche 2-3 |
| Bei Juckreiz | Polidocanol, Menthol (schwach dosiert) | Nach Bedarf, nicht kratzen! | Bei akutem Juckreiz |
| Bei feuchten Reaktionen | Hydrokolloide Wundauflagen, Silber | Nach ärztlicher Anweisung | Nur unter medizinischer Aufsicht |
Wichtige Hinweise zur Anwendung:
- Cremes sollten frei von Parfum, Alkohol und Konservierungsstoffen sein
- Tragen Sie Pflegeprodukte frühestens 2-4 Stunden nach der Bestrahlung auf
- Am Morgen der Behandlung keine Creme verwenden oder diese vollständig entfernen
- Bewahren Sie Aloe Vera Gel im Kühlschrank auf – der kühlende Effekt verstärkt die Linderung
Was Sie unbedingt vermeiden sollten
Folgende Dinge können die Hautreaktionen verstärken und sollten während der gesamten Behandlung vermieden werden:
- Sonneneinstrahlung: Schützen Sie die bestrahlte Haut konsequent vor UV-Strahlung, auch noch Monate nach Therapieende
- Hitze und Kälte: Keine Wärmflaschen, Heizkissen, Eisbeutel oder Saunabesuche auf der behandelten Haut
- Mechanische Reizung: Kein Kratzen, Rubbeln oder Massieren der bestrahlten Region
- Hautreizende Substanzen: Keine alkoholhaltigen Produkte, ätherischen Öle oder Peeling-Produkte
- Enge Kleidung: Verzichten Sie auf einschnürende BHs, Träger oder Nähte im Bestrahlungsfeld
- Chlor- und Salzwasser: Schwimmbad und Meer können die Haut zusätzlich reizen
Spezielle Pflege für sensible Bereiche
Besondere Aufmerksamkeit benötigen Hautfalten und Bereiche, wo Haut auf Haut liegt:
Unter der Brust: Dieser Bereich neigt besonders zu feuchten Hautreaktionen. Legen Sie tagsüber weiche Mullkompressen oder spezielle Textileinlagen zwischen die Hautfalten, um Reibung zu vermeiden. Wechseln Sie diese regelmäßig und halten Sie die Haut trocken.
Achselhöhle: Falls die Achsel mitbestrahlt wird, verwenden Sie kein Deo. Stattdessen können Sie nach Rücksprache mit Ihrem Team Maisstärke oder spezielle strahlenschutzgeeignete Deo-Alternativen nutzen.
Brustwarze: Diese reagiert oft besonders empfindlich. Schützen Sie sie mit weichen Stilleinlagen und verwenden Sie bei Bedarf rückfettende, lanolin-haltige Cremes.

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Ernährung und Lebensstil während der Strahlentherapie
Neben der Hautpflege können Sie durch Ernährung und Lebensstil Ihren Körper während der Bestrahlung optimal unterstützen.
Ernährungsempfehlungen
Ausreichend Flüssigkeit: Trinken Sie mindestens 2-3 Liter Wasser oder ungesüßten Tee täglich. Dies unterstützt die Entgiftung und hält die Haut von innen feucht. Vermeiden Sie übermäßigen Kaffee- und Alkoholkonsum.
Proteinreiche Kost: Ihr Körper benötigt für die Geweberegeneration ausreichend Eiweiß. Gute Quellen sind mageres Fleisch, Fisch, Eier, Hülsenfrüchte, Milchprodukte und Nüsse. Streben Sie 1,2-1,5g Protein pro Kilogramm Körpergewicht an.
Antioxidantien: Obst und Gemüse liefern wichtige Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe. Besonders empfehlenswert sind:
- Beeren (Blaubeeren, Himbeeren)
- Grünes Blattgemüse (Spinat, Grünkohl)
- Kreuzblütler (Brokkoli, Blumenkohl)
- Tomaten (Lycopin)
- Zitrusfrüchte (Vitamin C)
Omega-3-Fettsäuren: Sie wirken entzündungshemmend. Essen Sie 2-3x wöchentlich fetten Seefisch (Lachs, Makrele, Hering) oder nehmen Sie nach Rücksprache mit Ihrem Arzt Fischöl-Kapseln.
Was Sie meiden sollten: Stark verarbeitete Lebensmittel, Zucker, Transfette und große Mengen rotes Fleisch können Entzündungsprozesse fördern.
Bewegung und Ruhe in Balance
Moderate Bewegung: Auch wenn Sie müde sind, ist leichte Bewegung wichtig. Sie verbessert die Durchblutung, reduziert Fatigue und hebt die Stimmung. Empfehlenswert sind:
- Tägliche Spaziergänge (20-30 Minuten)
- Sanftes Yoga oder Tai Chi
- Leichtes Krafttraining (nach Absprache mit Physiotherapeuten)
- Schwimmen (erst nach Abschluss der Therapie und Abheilung der Haut)
Ausreichend Schlaf: Ihr Körper regeneriert sich vor allem nachts. Achten Sie auf 7-9 Stunden Schlaf. Bei Schlafproblemen können Entspannungstechniken, Meditation oder pflanzliche Mittel helfen – sprechen Sie mit Ihrem Arzt.
Stressmanagement: Die Behandlung ist nicht nur körperlich, sondern auch emotional belastend. Nutzen Sie Unterstützungsangebote wie psychoonkologische Beratung, Selbsthilfegruppen oder Entspannungsverfahren.
Nach der Strahlentherapie: Nachsorge und Langzeitpflege
Mit der letzten Bestrahlungssitzung ist die Behandlung noch nicht vollständig abgeschlossen. Die Hautreaktionen erreichen oft erst 1-2 Wochen nach Therapieende ihren Höhepunkt und klingen dann allmählich ab.
Die ersten Wochen nach Behandlungsende
Hautpflege fortsetzen: Setzen Sie die intensive Hautpflege für mindestens 4-6 Wochen nach der letzten Bestrahlung fort. Die Haut ist noch sehr empfindlich und benötigt weiterhin Schutz und Feuchtigkeit.
Kontrolltermine wahrnehmen: Ihr Strahlentherapeut wird Sie etwa 4-6 Wochen nach Therapieende zur Nachkontrolle einbestellen. Dabei wird die Hautheilung beurteilt und mögliche Spätreaktionen besprochen.
Symptome ernst nehmen: Kontaktieren Sie umgehend Ihr Behandlungsteam bei:
- Zunehmenden Schmerzen
- Fieber oder Anzeichen einer Infektion
- Starker Schwellung der Brust oder des Arms
- Atemprobleme oder anhaltendem Husten
- Nicht abheilenden Hautwunden
Langfristige Hautpflege und Sonnenschutz
Die bestrahlte Haut bleibt dauerhaft empfindlicher und benötigt lebenslangen Schutz:
Konsequenter Sonnenschutz: UV-Strahlung ist der größte Risikofaktor für die bestrahlte Haut. Schützen Sie sich durch:
- Sonnencreme mit LSF 50+ auf der behandelten Region
- Bedeckende Kleidung (UV-Schutzkleidung)
- Meiden der Mittagssonne
- Schatten bevorzugen
Regelmäßige Hautpflege: Auch nach Abheilung sollten Sie die Haut täglich mit rückfettenden, feuchtigkeitsspendenden Produkten pflegen. Dies hält das Gewebe geschmeidig und kann Fibrose vorbeugen.
Selbstmassage: Nach vollständiger Abheilung (etwa 3 Monate nach Therapieende) können Sie mit sanfter Massage beginnen. Dies fördert die Durchblutung und kann Verhärtungen reduzieren. Lassen Sie sich die Technik von einem Physiotherapeuten zeigen.
Nachsorge und Früherkennung
Nach Abschluss der Strahlentherapie beginnt die strukturierte Nachsorge, die der Früherkennung eines Rezidivs und der Behandlung von Spätfolgen dient:
| Zeitraum nach Therapie | Untersuchungsintervall | Untersuchungen |
|---|---|---|
| Jahr 1-3 | Alle 3 Monate | Klinische Untersuchung, Mammographie 1x jährlich |
| Jahr 4-5 | Alle 6 Monate | Klinische Untersuchung, Mammographie 1x jährlich |
| Ab Jahr 6 | Jährlich | Klinische Untersuchung, Mammographie 1x jährlich |
Zusätzlich sollten Sie monatlich Ihre Brust selbst abtasten, um Veränderungen frühzeitig zu bemerken. Informieren Sie sich auch über mögliche Anzeichen von Metastasen, um bei Bedarf schnell reagieren zu können.
Psychische Belastung und Unterstützungsmöglichkeiten
Die Diagnose Brustkrebs und die anschließende Behandlung sind nicht nur körperlich, sondern auch emotional herausfordernd. Viele Frauen erleben während der Strahlentherapie ein Wechselbad der Gefühle.
Häufige emotionale Reaktionen
Folgende Gefühle sind völlig normal und verständlich:
- Angst: Vor dem Fortschreiten der Erkrankung, vor Nebenwirkungen oder vor der Zukunft
- Erschöpfung: Nicht nur körperlich, sondern auch mental durch die lange Behandlungsdauer
- Frustration: Über Einschränkungen im Alltag, Abhängigkeit von anderen oder Kontrollverlust
- Trauer: Um den Verlust von Gesundheit, Normalität oder körperlicher Integrität
- Hoffnung und Zuversicht: Auf Heilung und ein Leben nach dem Krebs
Unterstützungsangebote nutzen
Psychoonkologische Beratung: Die meisten Krebszentren bieten psychoonkologische Unterstützung an. Diese Spezialisten helfen Ihnen, mit Ängsten umzugehen, Bewältigungsstrategien zu entwickeln und Ihre Lebensqualität zu verbessern.
Selbsthilfegruppen: Der Austausch mit anderen Betroffenen kann sehr wertvoll sein. Sie fühlen sich verstanden und erhalten praktische Tipps aus erster Hand. Adressen finden Sie bei Krebsberatungsstellen oder online.
Soziale Unterstützung: Scheuen Sie sich nicht, Familie und Freunde um Hilfe zu bitten – sei es beim Fahrdienst zur Bestrahlung, bei Haushaltsaufgaben oder einfach als Gesprächspartner.
Komplementäre Verfahren: Entspannungstechniken wie Meditation, progressive Muskelentspannung, Achtsamkeitsübungen oder Kunsttherapie können helfen, mit Stress umzugehen und innere Ruhe zu finden.
Finanzielle Aspekte und sozialrechtliche Unterstützung
Eine Krebserkrankung kann erhebliche finanzielle Belastungen mit sich bringen, die über die medizinische Behandlung hinausgehen.
Kosten und Zuzahlungen
Die Strahlentherapie selbst wird von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig übernommen. Dennoch können zusätzliche Kosten entstehen:
- Fahrtkosten zur Klinik (teilweise erstattungsfähig)
- Spezielle Hautpflegeprodukte
- Ergänzende Therapien (Lymphdrainage, Physiotherapie)
- Perücken, Prothesen oder spezielle Kleidung
- Haushaltshilfe oder Kinderbetreuung
- Ernährungsergänzungsmittel
Sozialrechtliche Leistungen
Sie haben Anspruch auf verschiedene Unterstützungsleistungen:
Krankengeld: Nach sechs Wochen Arbeitsunfähigkeit zahlt die Krankenkasse Krankengeld (etwa 70% des Bruttogehalts). Dies gilt auch während der Strahlentherapie, wenn Sie arbeitsunfähig sind.
Haushaltshilfe: Bei Kindern unter 12 Jahren oder Pflegebedürftigen im Haushalt übernimmt die Krankenkasse die Kosten für eine Haushaltshilfe.
Rehabilitation: Nach Abschluss der Behandlung haben Sie Anspruch auf eine onkologische Rehabilitation, um wieder zu Kräften zu kommen und in den Alltag zurückzufinden.
Schwerbehindertenausweis: Bei Brustkrebs können Sie einen Schwerbehindertenausweis beantragen, der verschiedene Vergünstigungen und Rechte mit sich bringt.
Finanzielle Vorsorge durch Versicherungen
Viele Betroffene stellen fest, dass trotz guter medizinischer Versorgung finanzielle Engpässe entstehen können – durch reduzierte Arbeitszeit, Zusatzkosten oder langfristige Einschränkungen. Eine Dread-Disease-Versicherung (Schwere-Krankheiten-Versicherung) zahlt bei Diagnose einer schweren Erkrankung wie Brustkrebs eine vereinbarte Einmalzahlung aus, unabhängig von den tatsächlichen Kosten. Dieses Geld können Sie frei verwenden:
- Für alternative oder komplementäre Behandlungen
- Um beruflich kürzer zu treten oder eine Auszeit zu nehmen
- Für Haushaltshilfe oder Kinderbetreuung
- Zur Tilgung von Krediten oder laufenden Verpflichtungen
- Für Umbauten im Haushalt oder Hilfsmittel
Wichtig: Eine solche Versicherung sollte idealerweise vor einer Erkrankung abgeschlossen werden, da nach einer Krebsdiagnose meist kein Versicherungsschutz mehr möglich ist.

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Häufig gestellte Fragen zu Strahlentherapie bei Brustkrebs: Ablauf, Dauer und Tipps zur Hautpflege
Wie lange dauert eine Strahlentherapie bei Brustkrebs insgesamt?
Die Dauer der Strahlentherapie bei Brustkrebs variiert je nach Behandlungsschema. Bei der Standardfraktionierung dauert die Behandlung 5-6 Wochen mit 28-30 Sitzungen (montags bis freitags). Die modernere Hypofraktionierung verkürzt die Behandlung auf 3-3,5 Wochen mit 15-16 Sitzungen. Bei erhöhtem Rückfallrisiko wird oft eine zusätzliche Boost-Bestrahlung durchgeführt, die weitere 1-1,5 Wochen in Anspruch nimmt. Jede einzelne Bestrahlungssitzung dauert nur 2-5 Minuten, mit Vorbereitung sind Sie etwa 15-20 Minuten im Behandlungsraum.
Ist die Strahlentherapie schmerzhaft?
Die Bestrahlung selbst ist völlig schmerzfrei. Sie spüren während der Behandlung nichts – weder Wärme noch ein Kribbeln oder Stechen. Sie hören lediglich die Geräusche des Linearbeschleunigers. Schmerzen oder Beschwerden können erst im Verlauf der Therapie durch Hautreaktionen entstehen, ähnlich einem Sonnenbrand. Diese lassen sich jedoch mit geeigneter Hautpflege und bei Bedarf mit Schmerzmitteln gut behandeln. Die meisten Patientinnen empfinden die Behandlung als unkompliziert und gut verträglich.
Welche Hautpflegeprodukte sind während der Bestrahlung am besten geeignet?
Während der Strahlentherapie sollten Sie parfumfreie, alkoholfreie Produkte verwenden. Besonders bewährt haben sich Cremes mit Dexpanthenol (z.B. Bepanthen), Aloe Vera Gel (mindestens 90% Anteil), Calendula-Salben und Produkte mit Harnstoff (Urea) für trockene Haut. Wichtig: Tragen Sie Pflegeprodukte erst 2-4 Stunden nach der Bestrahlung auf und verwenden Sie am Morgen der Behandlung keine Creme, oder entfernen Sie diese vollständig vor der Sitzung. Ihr Behandlungsteam wird Ihnen spezifische Produkte empfehlen, die für die Strahlentherapie geeignet sind. Vermeiden Sie auf jeden Fall Produkte mit Parfum, ätherischen Ölen oder Alkohol.
Kann ich während der Strahlentherapie arbeiten gehen?
Arbeiten während der Strahlentherapie bei Brustkrebs ist grundsätzlich möglich und wird von vielen Patientinnen praktiziert. Ob und in welchem Umfang Sie arbeiten können, hängt von mehreren Faktoren ab: Ihrer körperlichen Verfassung, der Art Ihrer Arbeit, der Flexibilität Ihres Arbeitgebers und der Entwicklung von Nebenwirkungen. Viele Frauen arbeiten zumindest in Teilzeit (50-75%) weiter, besonders zu Beginn der Therapie. Die Müdigkeit nimmt jedoch meist nach 2-3 Wochen zu. Es ist sinnvoll, Bestrahlungstermine früh morgens oder spät nachmittags zu legen und wenn möglich Homeoffice-Tage einzuplanen. Ihr Arzt kann Sie bei Bedarf teilweise oder vollständig krankschreiben, besonders gegen Ende der Behandlung.
Wann treten die Hautreaktionen auf und wie lange dauern sie an?
Hautreaktionen bei der Strahlentherapie entwickeln sich typischerweise erst nach 2-3 Wochen Behandlung. Sie beginnen mit leichter Rötung und können sich bis zu intensiver Rötung, Schuppung und in etwa 20% der Fälle zu feuchten Hautreaktionen entwickeln. Die stärksten Reaktionen treten meist in der letzten Behandlungswoche und 1-2 Wochen nach Therapieende auf. Danach beginnt die Abheilung, die weitere 2-4 Wochen dauert. Die Haut kann dauerhaft etwas dunkler oder empfindlicher bleiben. Mit konsequenter Hautpflege und dem Befolgen der Verhaltensregeln können Sie die Intensität der Reaktionen jedoch deutlich reduzieren.
Darf ich während der Strahlentherapie duschen oder baden?
Ja, Sie dürfen während der Strahlentherapie duschen. Verwenden Sie dafür lauwarmes (nicht heißes) Wasser und verzichten Sie auf Seife, Duschgel oder andere Reinigungsprodukte auf der bestrahlten Haut – klares Wasser reicht völlig aus. Tupfen Sie die Haut nach dem Duschen vorsichtig mit einem weichen Handtuch ab, ohne zu rubbeln. Von Vollbädern wird abgeraten, da langes Einweichen die Haut zusätzlich aufweicht und anfälliger macht. Achten Sie darauf, die Hautmarkierungen nicht abzuwaschen. Falls sie verblassen, informieren Sie umgehend Ihr Behandlungsteam, damit diese erneuert werden können.
Welche Langzeitnebenwirkungen kann die Strahlentherapie haben?
Dank moderner Bestrahlungstechniken sind schwerwiegende Langzeitnebenwirkungen selten geworden. Mögliche Spätfolgen umfassen: Lymphödem (5-20%, höher bei Lymphknotenbestrahlung), Gewebeverhärtung/Fibrose (10-30%), dauerhafte Hautverfärbung, Veränderung der Brustgröße oder -form. Sehr selten sind Herzprobleme (unter 1% bei linksseitigem Brustkrebs durch moderne Techniken), Lungenentzündung (1-5%) oder die Entwicklung eines Zweittumors (unter 1% nach 10+ Jahren). Wichtig: Der Nutzen der Strahlentherapie – die deutliche Reduktion des Rückfallrisikos – überwiegt diese Risiken bei weitem. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen helfen, mögliche Spätfolgen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
Muss ich während der Bestrahlung eine spezielle Diät einhalten?
Eine spezielle Diät ist nicht erforderlich, aber eine ausgewogene, nährstoffreiche Ernährung unterstützt Ihren Körper während der Behandlung optimal. Achten Sie auf ausreichend Proteine (1,2-1,5g pro kg Körpergewicht) für die Geweberegeneration, viel Obst und Gemüse für Vitamine und Antioxidantien, sowie ausreichend Flüssigkeit (2-3 Liter täglich). Omega-3-Fettsäuren aus fettem Seefisch wirken entzündungshemmend. Vermeiden Sie stark verarbeitete Lebensmittel, übermäßigen Zucker und große Mengen rotes Fleisch. Wenn Sie Gewicht verlieren oder Appetitlosigkeit haben, sprechen Sie mit einem Ernährungsberater. Eine gute Ernährung kann die Verträglichkeit der Therapie verbessern und die Heilung fördern.
Wie schütze ich die bestrahlte Haut langfristig vor der Sonne?
Die bestrahlte Haut bleibt lebenslang empfindlicher gegenüber UV-Strahlung und benötigt konsequenten Sonnenschutz. Verwenden Sie täglich eine Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor 50+ auf der behandelten Region, auch bei bewölktem Himmel und im Winter. Tragen Sie bedeckende Kleidung, idealerweise mit UV-Schutz, und meiden Sie die intensive Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr. Bevorzugen Sie schattige Plätze und verwenden Sie bei Bedarf einen Sonnenschirm. Dieser Schutz ist nicht nur kosmetisch wichtig, sondern reduziert auch das Risiko für Hautschäden und Spätfolgen. Informieren Sie auch Ihren Hausarzt über die Bestrahlung, damit er bei Hautkontrollen besonders auf diese Region achten kann.
Wann kann ich nach der Strahlentherapie wieder Sport treiben?
Leichte Bewegung wie Spazierengehen ist während der gesamten Strahlentherapie empfehlenswert und hilft gegen Müdigkeit. Mit intensiverem Sport sollten Sie warten, bis die Hautreaktionen vollständig abgeheilt sind – in der Regel etwa 4-6 Wochen nach der letzten Bestrahlung. Beginnen Sie dann langsam und steigern Sie die Intensität schrittweise. Schwimmen sollten Sie erst wieder aufnehmen, wenn die Haut komplett verheilt ist, da Chlor- und Salzwasser reizend wirken können. Krafttraining und Übungen für den Arm- und Schulterbereich sollten Sie mit einem Physiotherapeuten abstimmen, besonders wenn Lymphknoten entfernt oder bestrahlt wurden. Sport ist wichtig für Ihre Genesung und reduziert nachweislich das Rückfallrisiko.
Fazit: Strahlentherapie bei Brustkrebs erfolgreich meistern
Die Strahlentherapie bei Brustkrebs ist ein wichtiger Baustein in der Behandlung, der das Rückfallrisiko signifikant senkt und die Heilungschancen verbessert. Mit der richtigen Vorbereitung, konsequenter Hautpflege während der Bestrahlung und einer guten Nachsorge lässt sich die Behandlung gut bewältigen.
Die wichtigsten Strahlentherapie Brustkrebs Tipps zusammengefasst:
- Informieren Sie sich gründlich über den Ablauf und sprechen Sie offen mit Ihrem Behandlungsteam
- Beginnen Sie frühzeitig mit der richtigen Hautpflege Bestrahlung und verwenden Sie nur empfohlene Produkte
- Schützen Sie Ihre Haut konsequent vor Sonne, Hitze, Kälte und mechanischer Reizung
- Ernähren Sie sich ausgewogen und trinken Sie ausreichend
- Bleiben Sie in Bewegung, aber überfordern Sie sich nicht
- Nutzen Sie Unterstützungsangebote bei körperlichen oder psychischen Belastungen
- Planen Sie realistisch, ob und wie viel Sie während der Therapie arbeiten können
Denken Sie auch an Ihre finanzielle Absicherung: Eine Krebserkrankung bringt nicht nur medizinische Herausforderungen, sondern oft auch wirtschaftliche Belastungen mit sich. Informieren Sie sich über Ihre sozialrechtlichen Ansprüche und überlegen Sie, wie Sie sich und Ihre Familie für den Fall schwerer Krankheiten absichern können.
Die Diagnose Brustkrebs verändert das Leben, aber mit moderner Medizin, guter Unterstützung und der richtigen Einstellung können Sie diese Herausforderung meistern. Wenn Sie mehr über die verschiedenen Aspekte von Brustkrebs erfahren möchten, finden Sie in unseren Ratgebern zu Symptomen und Diagnoseverfahren weitere hilfreiche Informationen.

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Disclaimer: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine professionelle medizinische oder versicherungsspezifische Beratung. Die Behandlung von Brustkrebs sollte immer individuell mit Ihrem Ärzteteam abgestimmt werden. Alle Angaben zu Versicherungsprodukten sind allgemeiner Natur – lassen Sie sich für Ihre persönliche Situation beraten. Stand: 2025