Demenz bei Parkinson: Symptome, Verlauf und Unterschiede zur Alzheimer-Demenz

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Rund 20 bis 40 Prozent aller Menschen mit Parkinson entwickeln im Laufe der Erkrankung eine Demenz — bei langjährigem Verlauf berichten Studien sogar von deutlich höheren Raten. Doch die Demenz bei Parkinson ist keine Alzheimer-Krankheit: Sie beginnt anders, verläuft anders und stellt Angehörige vor ganz eigene Herausforderungen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Symptome auf eine beginnende Demenz bei Morbus Parkinson hindeuten, wie sich Parkinson- und Alzheimer-Demenz unterscheiden, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und welche Übungen das Gedächtnis trainieren können.

Demenz bei Parkinson: Wie häufig ist sie wirklich?

Morbus Parkinson gilt vielen als reine Bewegungsstörung. Zittern, verlangsamte Bewegungen und Muskelsteifheit dominieren das Bild — doch das ist nur ein Teil der Wahrheit. Hinter den Kulissen verändert die Erkrankung auch jene Hirnregionen, die für Denken, Planen und Erinnern zuständig sind. Fachleute sprechen von Parkinson als einer Erkrankung des gesamten Nervensystems, nicht nur der Bewegung.

Das Risiko, eine Demenz zu entwickeln, steigt vor allem mit zwei Faktoren: dem Alter und der Dauer der Parkinson-Erkrankung. Wer mit 50 an Parkinson erkrankt, hat in den ersten Jahren kaum kognitive Probleme. Nach zehn, fünfzehn oder zwanzig Krankheitsjahren sieht das Bild anders aus: Langzeitstudien zeigen, dass ein erheblicher Teil der Betroffenen irgendwann eine Demenz entwickelt. Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie weist in ihren Leitlinien auf diese deutliche Alters- und Krankheitsdauer-Abhängigkeit hin.

Wichtig für die Einordnung: Nicht jede Denkstörung bei Parkinson ist eine Demenz. Viele Betroffene bemerken zunächst nur leichte kognitive Störungen — sie denken langsamer, verlieren schneller den Faden, können sich schlechter auf mehrere Dinge gleichzeitig konzentrieren. Diese Phase kann Jahre andauern, ohne dass daraus eine Demenz wird. Von Demenz spricht man erst, wenn die geistigen Einschränkungen den Alltag selbstständig nicht mehr bewältigen lassen.

Die zugrunde liegende Ursache sind die sogenannten Lewy-Körperchen: krankhafte Ablagerungen des Proteins Alpha-Synuclein in den Nervenzellen. Bei Morbus Parkinson entstehen sie zunächst in den Bewegungszentren des Gehirns. Breiten sie sich später in die Großhirnrinde aus, entsteht das, was Mediziner als Parkinson-Demenz bezeichnen.

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Symptome der Parkinson-Demenz: Woran Sie die Veränderung erkennen

Die Symptome einer Demenz bei Morbus Parkinson unterscheiden sich deutlich vom klassischen Bild einer Alzheimer-Erkrankung. Während bei Alzheimer das Gedächtnis zuerst leidet, stehen bei der Parkinson-Demenz andere Funktionen im Vordergrund. Das macht die Diagnose für Laien oft schwierig — und die Entwicklung für Angehörige besonders irritierend.

Typische kognitive Störungen bei Parkinson

Die Parkinson-Demenz beginnt meist nicht mit Vergesslichkeit, sondern mit Veränderungen, die man auf den ersten Blick gar nicht mit Demenz in Verbindung bringt:

  • Verlangsamtes Denken: Gedanken brauchen länger, Gespräche mit schnellen Wendungen werden zur Belastung.
  • Aufmerksamkeitsdefizite: Die Konzentration lässt schnell nach, zwei Dinge gleichzeitig werden kaum noch möglich.
  • Probleme beim Planen: Alltagsabläufe mit mehreren Schritten — etwa ein Essen kochen oder einen Arztbesuch organisieren — gelingen nur noch mit Hilfe.
  • Räumliche Orientierung: Betroffene finden sich in vertrauten Umgebungen schlechter zurecht, verlieren beim Autofahren die Orientierung.
  • Wortfindungsstörungen: Das gesuchte Wort liegt „auf der Zunge“, will aber nicht kommen.

Das Gedächtnis selbst bleibt dagegen anfangs oft erstaunlich gut erhalten. Viele Betroffene erinnern sich an Erlebnisse, wenn man ihnen Hinweise gibt — ein wichtiger Unterschied zur Alzheimer-Demenz, bei der Erinnerungen unwiederbringlich verloren gehen.

Tagesschwankungen und visuelle Halluzinationen

Zwei Merkmale sind für die Demenz im Rahmen einer Parkinson-Erkrankung besonders charakteristisch. Zum einen die sogenannten Fluktuationen: Die geistige Leistungsfähigkeit schwankt im Tagesverlauf erheblich. Ein Patient kann morgens klar und ansprechbar sein, nachmittags wie abwesend wirken und abends wieder fast normal erscheinen. Für Angehörige ist das verwirrend und wird häufig als Unwillen oder Laune missdeutet.

Zum anderen treten häufig visuelle Halluzinationen auf — Betroffene sehen etwa Personen oder Tiere, die nicht da sind. Diese Wahrnehmungsstörungen sind bei der Parkinson-Demenz so typisch, dass sie in den Diagnosekriterien der Fachgesellschaften eine zentrale Rolle spielen. Auch Schlafstörungen bei Parkinson, insbesondere lebhafte, ausgelebte Träume mit Bewegungen im Schlaf, gelten als frühes Warnzeichen für eine sich entwickelnde Demenz.

Depression und Antriebslosigkeit

Begleitend kommen depressive Verstimmungen, Angstzustände und eine zunehmende Apathie vor — eine tiefe Antriebslosigkeit, die nichts mit Faulheit zu tun hat. Diese psychischen Veränderungen gehören zum Krankheitsbild und sollten behandelt werden. Wer mehr über die seelischen Dimensionen der Erkrankung wissen möchte, findet im Ratgeber zu den seelischen Aspekten bei Parkinson weiterführende Informationen.

Der Verlauf: Von leichten Störungen bis zum Endstadium

Die Demenz bei Parkinson entwickelt sich schleichend — anders als etwa nach einem Schlaganfall gibt es keinen einzelnen Tag, an dem „die Demenz beginnt“. Mediziner unterscheiden grob drei Phasen, die fließend ineinander übergehen.

In der ersten Phase zeigen sich nur milde kognitive Beeinträchtigungen, im Englischen als „Mild Cognitive Impairment“ bezeichnet. Die Betroffenen merken selbst, dass ihnen Denken und Merken schwerer fallen, können ihren Alltag aber noch selbstständig bewältigen. Diese Phase kann viele Jahre dauern. Nicht jeder, der sie durchläuft, entwickelt später eine Demenz — aber das Risiko ist deutlich erhöht.

In der zweiten Phase, der eigentlichen Parkinson-Demenz, schränken die kognitiven Störungen die Selbstständigkeit spürbar ein. Die Bewältigung des Alltags gelingt nur noch mit Unterstützung: Medikamente müssen vorsortiert werden, Termine müssen andere organisieren, Finanzen können nicht mehr eigenverantwortlich verwaltet werden. Parallel nehmen häufig auch die motorischen Symptome zu — die typischen Kardinalsymptome von Parkinson wie Tremor und Bewegungsverlangsamung verstärken sich, und die Medikamente wirken weniger zuverlässig.

Das Endstadium der Parkinson-Demenz ist geprägt von vollständiger Pflegebedürftigkeit. Die Betroffenen sind bettlägerig oder an den Rollstuhl gebunden, die Kommunikation reduziert sich auf ein Minimum. Schluckbeschwerden bei Parkinson nehmen in dieser Phase häufig zu und erhöhen das Risiko für Lungenentzündungen, die im Endstadium eine häufige Todesursache darstellen. Wie lange diese Phase dauert, ist individuell sehr unterschiedlich — von Monaten bis zu mehreren Jahren.

Typische Phasen der Demenz bei Morbus Parkinson im Überblick
Phase Charakteristische Merkmale Alltag
Leichte kognitive Störung Verlangsamtes Denken, Konzentrationsprobleme, Gedächtnis weitgehend intakt Selbstständig, mit kleinen Einschränkungen
Parkinson-Demenz Tagesschwankungen, Halluzinationen, Planungs- und Orientierungsprobleme Unterstützung im Alltag notwendig
Endstadium Starke Demenz, kaum noch Kommunikation, Immobilität, Schluckstörungen Vollständige Pflegebedürftigkeit

Die Übergänge zwischen diesen Stufen lassen sich nicht exakt datieren. Entscheidend ist, dass Angehörige die Veränderungen ernst nehmen und frühzeitig mit dem behandelnden Neurologen besprechen — nicht erst, wenn der Alltag zusammenbricht.

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Parkinson-Demenz, Lewy-Körperchen-Demenz oder Alzheimer? Der wichtige Unterschied

Die Begriffe werden in Gesprächen und im Internet oft durcheinandergeworfen. Tatsächlich gibt es drei klar abgrenzbare Krankheitsbilder, die sich teilweise stark ähneln, aber unterschiedliche Ursachen und Verläufe haben. Der Unterschied zwischen Parkinson-Demenz und Alzheimer ist dabei medizinisch ebenso relevant wie die Abgrenzung zur Demenz mit Lewy-Körperchen.

Die Ein-Jahres-Regel zur Abgrenzung

Entstehen die Demenz-Symptome erst mindestens ein Jahr nach dem Beginn der Parkinson-Bewegungsstörungen, diagnostizieren Neurologen eine Parkinson-Demenz. Treten Demenz und Bewegungsstörung dagegen gleichzeitig auf oder geht die Demenz den motorischen Symptomen voraus, spricht man von einer Demenz mit Lewy-Körperchen. Diese sogenannte Ein-Jahres-Regel ist die anerkannte Abgrenzung, auch wenn beide Erkrankungen biologisch eng verwandt sind — in beiden Fällen lagern sich Lewy-Körperchen aus Alpha-Synuclein im Gehirn ab.

Die Lewy-Körperchen-Demenz gilt nach der Alzheimer-Krankheit als zweithäufigste Demenzform. Auch die Deutsche Alzheimer Gesellschaft informiert ausführlich über dieses Krankheitsbild und seine Abgrenzung zu anderen Demenzformen.

So unterscheiden sich die drei Demenzformen

Parkinson-Demenz, Lewy-Körperchen-Demenz und Alzheimer im Vergleich
Merkmal Parkinson-Demenz / Lewy-Körperchen Alzheimer-Demenz
Beginn der Demenz Nach (PDD) bzw. gleichzeitig mit (LBD) Bewegungsstörungen Meist ohne vorangehende Bewegungsstörung
Frühestes Symptom Aufmerksamkeits- und Planungsstörungen, langsames Denken Gedächtnisverlust, Orientierungsprobleme
Tagesschwankungen Sehr typisch und ausgeprägt Eher untypisch
Halluzinationen Häufig, vor allem visuell Eher in späteren Stadien
Gedächtnis Lange relativ gut erhalten, Abruf gestört Früh und massiv beeinträchtigt

Diese Unterschiede sind keine akademische Spielerei — sie haben praktische Konsequenzen. Menschen mit einer Lewy-Körperchen- oder Parkinson-Demenz reagieren beispielsweise hochempfindlich auf bestimmte Psychopharmaka, die bei Alzheimer häufig eingesetzt werden. Eine falsche Diagnose kann daher zu einer falschen Behandlung führen.

Können Parkinson und Alzheimer gleichzeitig auftreten?

Ja — und das ist im höheren Alter gar nicht so selten. Da beide Erkrankungen mit dem Alter häufiger werden, kommt es vor, dass ein Mensch gleichzeitig an Morbus Parkinson und an Alzheimer erkrankt. Mediziner sprechen dann von einer Mischpathologie. Hinzu kommt, dass sich Alzheimer und Parkinson-Demenz auch gegenseitig begünstigen können: Studien deuten darauf hin, dass eine Demenz die Entwicklung der anderen begünstigt.

Für die Betroffenen bedeutet die Doppeldiagnose meist einen schnelleren Verlauf und einen höheren Pflegebedarf. Die Unterscheidung ist allerdings auch für erfahrene Neurologen schwierig und erfordert eine sorgfältige Diagnostik. Mehr zum Zusammenhang von Alzheimer und der finanziellen Absicherung lesen Sie im Ratgeber zur Absicherung bei Demenz und Alzheimer.

Diagnose und Behandlung: Was Medizin heute leisten kann

Eine Heilung der Parkinson-Demenz gibt es bislang nicht. Das bedeutet aber nicht, dass nichts zu tun wäre. Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptome zu lindern, den Verlauf zu verzögern und die Lebensqualität so lange wie möglich zu erhalten.

So wird die Diagnose gestellt

Die Diagnose erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst führt der Neurologe ein ausführliches Gespräch mit Patient und Angehörigen — die Tagesschwankungen und Halluzinationen fallen oft nur auf, wenn Angehörige gezielt danach befragt werden. Standardisierte Tests wie der Montreal Cognitive Assessment erfassen die geistige Leistungsfähigkeit objektiv. Bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanztomographie helfen, andere Ursachen auszuschließen — etwa einen Hirntumor oder Durchblutungsstörungen, die eine Demenz vortäuschen können.

Wichtig ist auch die Medikamentenprüfung: Einige Medikamente gegen Parkinson können selbst kognitive Störungen, Verwirrtheit oder Halluzinationen verursachen. Manchmal löst eine Anpassung der Medikation die vermeintliche „Demenz“ auf.

Medikamentöse Therapie

Für die Parkinson-Demenz ist der Wirkstoff Rivastigmin zugelassen — ein Cholinesterase-Hemmer, der die Übertragung von Nervenimpulsen verbessert und die kognitiven Funktionen stabilisieren kann. Andere Wirkstoffe aus dieser Gruppe werden ebenfalls eingesetzt, auch wenn die Zulassung sich streng genommen nur auf Rivastigmin bezieht. Die Wirkung ist allerdings begrenzt: Die Medikamente können den Abbau bremsen, nicht aufhalten.

Bei der Behandlung psychischer Symptome wie Halluzinationen ist große Vorsicht geboten. Klassische Neuroleptika verschlechtern die Parkinson-Bewegungsstörungen massiv und können gefährliche Komplikationen auslösen. Neuere, besser verträgliche Wirkstoffe stehen zur Verfügung, erfordern aber eine sorgfältige Überwachung durch den behandelnden Arzt.

Die Leitlinien als Orientierung

Die Deutsche Gesellschaft für Neurologie veröffentlicht regelmäßig aktualisierte Leitlinien zur Diagnose und Therapie von Morbus Parkinson und der Parkinson-Demenz. Diese Leitlinien bilden den wissenschaftlichen Standard, an dem sich die Behandlung in Deutschland orientiert.

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Gedächtnistraining bei Parkinson: Übungen für den Alltag

Neben der medikamentösen Behandlung spielt das kognitive Training eine wichtige Rolle. Studien legen nahe, dass regelmäßiges Gedächtnistraining bei Parkinson die geistige Leistungsfähigkeit stabilisieren und den Abbau hinauszögern kann — auch wenn die Beweislage nicht so eindeutig ist wie bei Medikamentenstudien.

Entscheidend ist die Regelmäßigkeit. Zehn Minuten täglich sind wirksamer als zwei Stunden einmal pro Woche. Geeignete Übungen lassen sich leicht in den Alltag einbauen:

  • Sprachliche Übungen: Wörter zu einem Oberbegriff aufzählen („Nennen Sie alle Tiere, die Ihnen einfallen“), Reime bilden, Geschichten nacherzählen.
  • Rechnerisches Denken: Kopfrechnen beim Einkaufen, Preise vergleichen, Geldbeträge zusammenzählen.
  • Räumliches Vorstellen: Routen im Kopf nachverfolgen, Gegenstände in der Wohnung benennen und ihren Standort beschreiben.
  • Soziales Training: Gespräche, Gesellschaftsspiele, gemeinsame Aktivitäten — soziale Interaktion ist eines der wirksamsten kognitiven Trainings überhaupt.
  • Bewegung und Denken kombinieren: Beim Spazierengehen Tiere zählen oder Gespräche führen — die Doppelaufgabe trainiert genau jene Fähigkeiten, die bei Parkinson zuerst leiden.

Ergotherapeuten und Logopäden bieten spezialisierte kognitive Therapien an, die auf Parkinson zugeschnitten sind. Die Krankenkassen übernehmen diese Leistungen in der Regel, wenn der Arzt sie verordnet. Wichtig: Das Training sollte Freude machen und nicht überfordern. Wer sich bei Übungen ständig scheitern fühlt, verliert die Motivation — und Stress verschlechtert die Parkinson-Symptome nachweislich.

Finanzielle Absicherung: Warum Parkinson und Demenz frühzeitige Vorsorge erfordern

Eine Demenz im Rahmen einer Parkinson-Erkrankung ist nicht nur eine gesundheitliche, sondern auch eine erhebliche finanzielle Belastung. Pflegebedürftigkeit über Jahre hinweg, Umbauten am Wohnumfeld, Betreuungskosten und eventuell der Verlust des Einkommens des pflegenden Partners summieren sich schnell auf hohe fünfstellige Beträge. Die gesetzliche Pflegeversicherung deckt nur einen Teil dieser Kosten — sie ist bewusst als Teilkaskoversicherung konzipiert.

Wer bereits an Parkinson erkrankt ist, für den wird eine private Absicherung schwierig: Bei bestehender Diagnose lehnen Versicherer einen Antrag in der Regel ab oder verlangen erhebliche Risikozuschläge. Das Thema Vorerkrankungen ist deshalb entscheidend — eine anonyme Risikovoranfrage bei Vorerkrankungen zeigt unverbindlich, ob und zu welchen Konditionen eine Absicherung noch möglich ist.

Für Gesunde gilt der umgekehrte Grundsatz: Wer sich absichern möchte, sollte dies tun, solange die Gesundheitsfragen problemlos beantwortet werden können. Eine Schwere-Krankheiten-Versicherung leistet bei der Diagnose einer versicherten Erkrankung eine einmalige Kapitalsumme — frei verwendbar für Pflege, Therapien, Umbauten oder zur Kompensation von Einkommensverlusten. Wie die Absicherung von Parkinson im Detail funktioniert, erläutert der Ratgeber zur Absicherung von Parkinson und ALS.

Ehrlichkeit gehört dazu: Eine Schwere-Krankheiten-Versicherung ist nicht für jeden die richtige Lösung. Wer bereits über eine ausreichende Berufsunfähigkeitsversicherung, ein gut gefülltes Vermögen und eine tragfähige familiäre Pflegeplanung verfügt, braucht möglicherweise keine zusätzliche Police. Und wer den Beitrag kaum aufbringen kann, sollte andere Prioritäten setzen. Eine individuelle Bedarfsanalyse zeigt, ob die Absicherung in Ihrer Situation sinnvoll ist — oder eben nicht.

Häufig gestellte Fragen

Wie schnell entwickelt sich eine Demenz bei Parkinson?

Das ist sehr individuell. Manche Betroffene bleiben trotz jahrzehntelanger Parkinson-Erkrankung geistig voll fit, andere entwickeln schon nach wenigen Jahren eine Demenz. Das Risiko steigt vor allem mit dem Alter und der Krankheitsdauer. Studien zeigen, dass der Übergang von leichten kognitiven Störungen zur Demenz über Jahre erfolgen kann.

Ist die Parkinson-Demenz erblich?

In den allermeisten Fällen nicht. Die weit überwiegende Zahl der Parkinson-Erkrankungen tritt ohne erkennbare familiäre Häufung auf. Nur bei einem kleinen Prozentsatz liegen genetische Veränderungen vor, die das Erkrankungsrisiko erhöhen. Selbst dann ist die Erkrankung kein Schicksal — ein Gen erhöht das Risiko, garantiert aber keine Erkrankung.

Können Parkinson-Medikamente eine Demenz auslösen?

Nein, die Medikamente verursachen keine Demenz. Einige Wirkstoffe können jedoch vorübergehend Verwirrtheit, Halluzinationen oder kognitive Störungen hervorrufen, die einer Demenz ähneln. Diese Nebenwirkungen sind bei Dosisanpassung meist umkehrbar. Der behandelnde Neurologe sollte jede neue kognitive Veränderung auf einen möglichen Medikamentenzusammenhang prüfen.

Woran erkenne ich das Endstadium der Parkinson-Demenz?

Das Endstadium ist gekennzeichnet durch vollständige Pflegebedürftigkeit: Die Betroffenen sind bettlägerig oder an den Rollstuhl gebunden, können kaum noch kommunizieren und haben häufig erhebliche Schluckstörungen. In dieser Phase stehen palliative Maßnahmen und die Erhaltung der Lebensqualität im Vordergrund. Die Dauer variiert von Monaten bis zu mehreren Jahren.

Zahlt die Schwere-Krankheiten-Versicherung auch bei Demenz?

Ja, die meisten Tarife führen Demenz als versicherte Erkrankung. Allerdings gelten oft Einschränkungen: Viele Versicherer leisten nur bei schweren Demenzformen oder setzen ein bestimmtes Stadium voraus. Auch die Definition von Parkinson und der Parkinson-Demenz variiert je nach Tarif. Die Vertragsbedingungen sollten vor Abschluss sorgfältig geprüft werden.

Wie lange lebt man mit einer Parkinson-Demenz?

Die Lebenserwartung ist individuell sehr unterschiedlich und hängt vom Alter bei Erkrankungsbeginn, Begleiterkrankungen und der Pflegequalität ab. Parkinson selbst verkürzt das Leben nur geringfügig. Die Demenz und ihre Folgekomplikationen — vor allem Lungenentzündungen durch Schluckstörungen — haben einen größeren Einfluss. Pauschale Aussagen sind seriös nicht möglich.

Kann ich einer Demenz bei Parkinson vorbeugen?

Eine sichere Vorbeugung gibt es nicht. Beobachtungsstudien deuten jedoch darauf hin, dass regelmäßige körperliche Bewegung, geistige Aktivität, soziale Kontakte und eine ausgewogene Ernährung das Demenzrisiko senken können. Auch die gute Einstellung der Parkinson-Medikamente und die Behandlung von Depressionen spielen eine Rolle. Diese Maßnahmen sind in jedem Fall sinnvoll — unabhängig vom Demenzrisiko.

Fazit: Demenz bei Parkinson ist eine eigene Erkrankung — und kein Schicksal ohne Optionen

Die Demenz bei Parkinson unterscheidet sich grundlegend von der Alzheimer-Krankheit: Sie beginnt mit Denkverlangsamung und Planungsproblemen statt mit Gedächtnisverlust, ist geprägt von Tagesschwankungen und Halluzinationen und erfordert eine spezialisierte Behandlung. Der Verlauf ist langsam, aber stetig — von leichten kognitiven Störungen über die eigentliche Demenz bis zum Endstadium mit vollständiger Pflegebedürftigkeit.

Wer bei sich oder einem Angehörigen erste kognitive Veränderungen bemerkt, sollte das Gespräch mit dem Neurologen suchen — je früher, desto besser lassen sich Medikamente anpassen, Therapien beginnen und Hilfen organisieren. Und wer sich mit der finanziellen Dimension auseinandersetzt, sollte dies tun, solange die Gesundheitsfragen einer Absicherung nicht im Weg stehen. Eine kostenlose persönliche Beratung zeigt, welche Optionen in Ihrer Situation bestehen.

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Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine professionelle medizinische oder versicherungsspezifische Beratung. Stand: 2026.