Jede achte Frau in Deutschland erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs – doch früh erkannt, liegt die Heilungschance bei über 90 Prozent. Die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust ist neben dem professionellen Screening eine der wichtigsten Maßnahmen zur Früherkennung. In diesem umfassenden Ratgeber erfahren Sie, wie Sie Brustkrebs ertasten können, welche Anzeichen auf Veränderungen hindeuten und wann Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen sollten. Zudem erhalten Sie wichtige Informationen zum Brustkrebs Screening und zur finanziellen Absicherung im Ernstfall.
Warum ist das Abtasten der Brust so wichtig?
Die Selbstuntersuchung der Brust ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Brustkrebsvorsorge. Etwa 80 Prozent aller Brusttumoren werden von den betroffenen Frauen selbst entdeckt – oft zufällig beim Duschen oder Eincremen. Wer seine Brust regelmäßig abtastet, entwickelt ein Gefühl für das normale Gewebe und bemerkt Veränderungen schneller.
Statistiken zeigen, dass die Früherkennung entscheidend für die Heilungschancen ist. Wird Brustkrebs im Stadium I diagnostiziert, überleben 98 Prozent der Patientinnen die ersten fünf Jahre nach der Diagnose. Bei späteren Stadien sinkt diese Rate deutlich. Das regelmäßige Brustkrebs Abtasten kann also Leben retten.
Wer sollte die Brust regelmäßig abtasten?
Grundsätzlich sollte jede Frau ab dem 25. Lebensjahr ihre Brust monatlich selbst untersuchen. Besonders wichtig ist dies für Frauen mit erhöhtem Risiko:
- Frauen mit familiärer Vorbelastung (Brustkrebs in der Familie)
- Trägerinnen von Genmutationen (BRCA1, BRCA2)
- Frauen mit dichtem Brustgewebe
- Frauen über 40 Jahre
- Frauen mit Hormontherapie in der Vorgeschichte
Auch jüngere Frauen sollten sich mit ihrem Körper vertraut machen. Zwar ist Brustkrebs bei unter 40-Jährigen seltener, aber gerade in dieser Altersgruppe verläuft die Erkrankung oft aggressiver.

Erfahren Sie, wie eine Dread-Disease-Versicherung Sie im Ernstfall absichert – mit Einmalzahlung bei Diagnose
Brustkrebs ertasten: Die richtige Technik
Das korrekte Abtasten der Brust erfordert etwas Übung, ist aber mit der richtigen Anleitung leicht zu erlernen. Die Selbstuntersuchung sollte einmal monatlich durchgeführt werden – am besten etwa eine Woche nach Beginn der Menstruation, wenn das Brustgewebe weicher und weniger gespannt ist. Frauen nach den Wechseljahren wählen einen festen Tag im Monat.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Selbstabtasten
1. Visuelle Inspektion vor dem Spiegel: Stellen Sie sich mit freiem Oberkörper vor einen Spiegel. Betrachten Sie Ihre Brüste zunächst mit herabhängenden Armen, dann mit erhobenen Armen und schließlich mit in die Hüften gestemmten Händen. Achten Sie auf Veränderungen in Form, Größe oder Kontur.
2. Abtasten im Stehen: Heben Sie einen Arm und tasten Sie die gegenüberliegende Brust mit den Fingerkuppen der anderen Hand ab. Verwenden Sie die flachen Finger (nicht die Fingerspitzen) und tasten Sie in kreisförmigen Bewegungen von außen nach innen. Üben Sie dabei unterschiedlich starken Druck aus – leicht, mittel und fest – um alle Gewebeschichten zu erfassen.
3. Abtasten im Liegen: Legen Sie sich flach auf den Rücken und platzieren Sie ein Kissen unter die Schulter der zu untersuchenden Seite. Der Arm dieser Seite liegt über dem Kopf. Tasten Sie die Brust in vertikalen Streifen von oben nach unten ab, beginnend an der Achselhöhle bis zur Brustmitte.
4. Untersuchung der Brustwarze: Drücken Sie die Brustwarze vorsichtig zwischen Daumen und Zeigefinger und achten Sie auf Ausfluss. Tasten Sie auch den Bereich direkt hinter der Brustwarze ab.
Systematische Abtasttechniken
| Methode | Beschreibung | Vorteile |
|---|---|---|
| Kreismethode | Spiralförmiges Abtasten von außen nach innen | Intuitiv, gut für Anfängerinnen |
| Streifenmethode | Vertikale Streifen von oben nach unten | Sehr systematisch, keine Bereiche werden übersehen |
| Keilmethode | Abtasten in Segmenten wie Tortenstücke | Strukturiert, gut für größere Brüste |
Wichtig ist, dass Sie bei jeder Untersuchung dieselbe Methode anwenden und das gesamte Brustgewebe einschließlich der Achselhöhle und des Bereichs bis zum Schlüsselbein abtasten.
Brustkrebs Knoten erkennen: Worauf Sie achten sollten
Beim Abtasten der Brust geht es darum, Veränderungen frühzeitig zu bemerken. Nicht jede Veränderung bedeutet automatisch Krebs – tatsächlich sind etwa 80 Prozent aller tastbaren Knoten gutartig. Dennoch sollten Sie folgende Anzeichen ernst nehmen und ärztlich abklären lassen.
Erste Anzeichen Brustkrebs: Diese Veränderungen sind verdächtig
- Tastbare Knoten oder Verhärtungen: Neue, feste Knoten, die sich nicht verschieben lassen und eine unregelmäßige Oberfläche haben
- Größenveränderungen: Eine Brust wird plötzlich größer oder verändert ihre Form
- Hautveränderungen: Einziehungen, Dellenbildung, Orangenhaut-Struktur oder gerötete Stellen
- Veränderungen der Brustwarze: Einziehung, Veränderung der Form, Ausfluss (besonders blutig oder einseitig)
- Schwellungen: Verhärtungen in der Achselhöhle oder oberhalb des Schlüsselbeins
- Schmerzen: Neu auftretende, anhaltende Schmerzen an einer bestimmten Stelle
Brustkrebs wo Knoten: Typische Lokalisationen
Brustkrebsknoten können grundsätzlich überall in der Brust auftreten, jedoch gibt es Bereiche, in denen sie häufiger vorkommen. Etwa 50 Prozent aller Mammakarzinome entwickeln sich im oberen äußeren Quadranten der Brust – also im Bereich zwischen Brustwarze und Achselhöhle. Weitere 15 Prozent entstehen im oberen inneren Quadranten, 10 Prozent im unteren äußeren und 5 Prozent im unteren inneren Bereich.
| Brustbereich | Häufigkeit von Tumoren | Besonderheiten |
|---|---|---|
| Oberer äußerer Quadrant | 50% | Häufigste Lokalisation, Nähe zur Achselhöhle |
| Oberer innerer Quadrant | 15% | Nähe zum Brustbein |
| Unterer äußerer Quadrant | 10% | Seltener, oft später entdeckt |
| Unterer innerer Quadrant | 5% | Am seltensten betroffen |
| Zentral/Brustwarze | 20% | Kann Veränderungen der Brustwarze verursachen |

Kostenlose Beratung zur Dread-Disease-Versicherung – Schutz bei Diagnose schwerer Krankheiten
Wie erkenn ich Brustkrebs: Unterscheidung zwischen normalen und verdächtigen Befunden
Viele Frauen sind verunsichert, wenn sie beim Abtasten etwas Ungewöhnliches spüren. Tatsächlich ist das Brustgewebe von Natur aus unregelmäßig und kann sich im Laufe des Menstruationszyklus verändern. Es ist wichtig zu wissen, was normal ist und was abgeklärt werden sollte.
Normale Brustveränderungen
Folgende Veränderungen sind in der Regel harmlos und bedürfen keiner sofortigen ärztlichen Abklärung:
- Zyklische Schwellungen: Vor der Menstruation können die Brüste spannen und sich knotig anfühlen
- Fibrozystische Veränderungen: Gutartige Zysten oder Bindegewebsverdichtungen, die verschieblich und weich sind
- Fibroadenome: Gutartige, verschiebliche Knoten, besonders bei jüngeren Frauen
- Lipome: Weiche Fettgewebsknoten
- Milchgangserweiterungen: Können zu Ausfluss führen, meist beidseitig
Verdächtige Merkmale von Brustkrebs Knoten
Ein Knoten sollte ärztlich untersucht werden, wenn er folgende Eigenschaften aufweist:
| Merkmal | Gutartig | Verdächtig |
|---|---|---|
| Konsistenz | Weich, elastisch | Hart, fest, steinhart |
| Verschieblichkeit | Gut verschieblich | Fixiert, nicht verschieblich |
| Oberfläche | Glatt, regelmäßig | Unregelmäßig, höckrig |
| Schmerzen | Oft druckschmerzhaft | Meist schmerzlos |
| Wachstum | Gleichbleibend oder zyklisch | Kontinuierliches Wachstum |
| Hautveränderungen | Keine | Einziehungen, Rötungen |
Wichtig: Auch wenn ein Knoten Merkmale einer gutartigen Veränderung aufweist, sollten Sie ihn bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung erwähnen. Nur eine ärztliche Untersuchung kann Gewissheit bringen.
Brustkrebs Screening: Professionelle Früherkennung
Die Selbstuntersuchung ist wichtig, ersetzt aber nicht das professionelle Brustkrebs Screening. In Deutschland haben Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre Anspruch auf eine Mammographie im Rahmen des gesetzlichen Früherkennungsprogramms. Für Frauen mit erhöhtem Risiko gelten andere Empfehlungen.
Das Mammographie-Screening-Programm
Das deutsche Mammographie-Screening-Programm wurde 2005 eingeführt und richtet sich an Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. In dieser Altersgruppe ist das Brustkrebs-Risiko am höchsten und die Mammographie am aussagekräftigsten. Studien zeigen, dass durch regelmäßiges Screening die Brustkrebssterblichkeit in dieser Altersgruppe um etwa 20 bis 30 Prozent gesenkt werden kann.
Die Untersuchung erfolgt in spezialisierten Screening-Einheiten. Von jeder Brust werden zwei Röntgenaufnahmen aus verschiedenen Winkeln angefertigt. Die Bilder werden von mindestens zwei unabhängigen Ärzten ausgewertet. Das Ergebnis erhalten Sie innerhalb von sieben Werktagen.
Weitere Untersuchungsmethoden zur Früherkennung
| Methode | Empfohlen für | Häufigkeit | Besonderheiten |
|---|---|---|---|
| Tastuntersuchung | Alle Frauen ab 30 | Jährlich | Teil der gynäkologischen Vorsorge |
| Mammographie | Frauen 50-69 Jahre | Alle 2 Jahre | Screening-Programm, röntgenbasiert |
| Ultraschall (Sonographie) | Jüngere Frauen, dichtes Gewebe | Nach Bedarf | Ergänzung zur Mammographie |
| MRT | Hochrisiko-Patientinnen | Jährlich | Sehr sensitiv, keine Strahlenbelastung |
| Gentest | Familiäre Vorbelastung | Einmalig | Bei BRCA-Mutation erhöhtes Risiko |
Brustkrebs Screening bei erhöhtem Risiko
Frauen mit erhöhtem Brustkrebsrisiko benötigen eine intensivierte Früherkennung. Dazu gehören Frauen mit nachgewiesener BRCA1- oder BRCA2-Mutation, bei denen das Lebenszeitrisiko für Brustkrebs bei 60 bis 80 Prozent liegt. Für diese Gruppe wird ein jährliches MRT zusätzlich zur Mammographie empfohlen, oft bereits ab dem 25. Lebensjahr.
Auch Frauen mit dichtem Brustgewebe profitieren von ergänzenden Ultraschalluntersuchungen, da die Mammographie bei ihnen weniger aussagekräftig ist. Etwa 40 Prozent aller Frauen haben dichtes Brustgewebe, was sowohl ein Risikofaktor für Brustkrebs ist als auch die Früherkennung erschwert.

Vergleichen Sie Dread-Disease-Versicherungen – für finanzielle Sicherheit im Ernstfall
Wann zum Arzt: Diese Symptome erfordern sofortige Abklärung
Viele Frauen zögern, bei Veränderungen der Brust einen Arzt aufzusuchen – aus Angst vor der Diagnose oder der Sorge, sich unnötig aufzuregen. Doch gerade die frühzeitige Abklärung ist entscheidend. Folgende Symptome sollten Sie zeitnah, am besten innerhalb von ein bis zwei Wochen, ärztlich untersuchen lassen.
Symptome, die eine ärztliche Untersuchung erfordern
- Neu aufgetretene, tastbare Knoten oder Verhärtungen in der Brust oder Achselhöhle
- Veränderungen in Größe oder Form einer oder beider Brüste
- Hautveränderungen: Einziehungen, Dellenbildung, Orangenhaut, Rötungen oder Ekzeme
- Veränderungen der Brustwarze: Einziehung, Formveränderung, einseitiger Ausfluss (besonders blutig)
- Anhaltende Schmerzen an einer bestimmten Stelle, die nicht zyklusabhängig sind
- Schwellungen oder Verhärtungen oberhalb des Schlüsselbeins
- Unerklärlicher Gewichtsverlust in Verbindung mit Brustveränderungen
Der Weg zur Diagnose: Was passiert beim Arzt?
Wenn Sie eine Veränderung bemerkt haben, ist der erste Ansprechpartner in der Regel Ihr Gynäkologe. Die Untersuchung beginnt mit einem ausführlichen Gespräch über Ihre Symptome, Ihre Krankengeschichte und mögliche Risikofaktoren. Danach folgt eine gründliche Tastuntersuchung beider Brüste und der Achselhöhlen.
Bei auffälligen Befunden schließen sich bildgebende Verfahren an. Die Mammographie ist die Standarduntersuchung für Frauen über 40 Jahre. Bei jüngeren Frauen oder zur genaueren Beurteilung wird häufig zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt. In unklaren Fällen kann eine MRT-Untersuchung weitere Informationen liefern.
Bleibt nach den bildgebenden Verfahren ein Verdacht bestehen, wird eine Gewebeprobe (Biopsie) entnommen. Dies geschieht meist mittels einer Stanzbiopsie unter lokaler Betäubung. Die Gewebeprobe wird anschließend feingeweblich untersucht. Erst diese histologische Untersuchung kann mit Sicherheit klären, ob es sich um eine gutartige oder bösartige Veränderung handelt.
Zeitrahmen der Diagnostik
| Untersuchungsschritt | Zeitpunkt | Dauer bis zum Ergebnis |
|---|---|---|
| Erstvorstellung beim Gynäkologen | Innerhalb 1-2 Wochen | Sofort (Tastbefund) |
| Mammographie/Ultraschall | Innerhalb 1-2 Wochen | Wenige Tage |
| MRT-Untersuchung | Bei Bedarf, innerhalb 2-4 Wochen | 1-2 Wochen |
| Biopsie | Bei Verdacht, innerhalb 1 Woche | 3-7 Tage |
| Befundbesprechung | Nach Vorliegen aller Ergebnisse | – |
In spezialisierten Brustzentren läuft die Diagnostik oft schneller ab. Dort arbeiten alle Fachbereiche eng zusammen, und die Ergebnisse werden in interdisziplinären Tumorkonferenzen besprochen.
Risikofaktoren für Brustkrebs: Wer ist besonders gefährdet?
Brustkrebs kann jede Frau treffen, doch bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko. Einige dieser Faktoren können Sie beeinflussen, andere nicht. Das Wissen um Ihre persönlichen Risikofaktoren hilft Ihnen, die Vorsorge entsprechend anzupassen.
Nicht beeinflussbare Risikofaktoren
- Alter: Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter. Etwa 80 Prozent aller Brustkrebserkrankungen treten nach dem 50. Lebensjahr auf.
- Familiäre Vorbelastung: Wenn nahe Verwandte (Mutter, Schwester, Tochter) an Brustkrebs erkrankt sind, ist Ihr Risiko erhöht.
- Genetische Mutationen: BRCA1- und BRCA2-Mutationen erhöhen das Lebenszeitrisiko auf 60-80 Prozent.
- Dichtes Brustgewebe: Frauen mit sehr dichtem Brustgewebe haben ein 4-6fach erhöhtes Risiko.
- Frühe erste Menstruation: Vor dem 12. Lebensjahr
- Späte Menopause: Nach dem 55. Lebensjahr
- Vorherige Brusterkrankungen: Bestimmte gutartige Veränderungen erhöhen das Risiko
Beeinflussbare Risikofaktoren
- Übergewicht: Besonders nach den Wechseljahren erhöht Übergewicht das Risiko deutlich
- Bewegungsmangel: Regelmäßige körperliche Aktivität senkt das Risiko um 20-30 Prozent
- Alkoholkonsum: Bereits geringe Mengen erhöhen das Risiko
- Rauchen: Erhöht das Risiko, besonders bei frühem Beginn
- Hormontherapie: Langfristige Hormonersatztherapie in den Wechseljahren
- Kinderlosigkeit: Frauen ohne Kinder haben ein leicht erhöhtes Risiko
- Späte erste Schwangerschaft: Nach dem 30. Lebensjahr
- Kurze Stillzeit: Stillen senkt das Risiko
Prävention: Was Sie aktiv für Ihre Brustgesundheit tun können
Auch wenn Sie nicht alle Risikofaktoren beeinflussen können, gibt es viele Maßnahmen, mit denen Sie Ihr Brustkrebsrisiko senken können. Ein gesunder Lebensstil spielt dabei eine zentrale Rolle.
Lebensstilmaßnahmen zur Risikoreduktion
Regelmäßige Bewegung: Studien zeigen, dass 150 Minuten moderate körperliche Aktivität pro Woche das Brustkrebsrisiko um 20-30 Prozent senken können. Besonders effektiv sind Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen.
Gesundes Körpergewicht: Nach den Wechseljahren produziert das Fettgewebe Östrogen, was das Brustkrebsrisiko erhöht. Ein Body-Mass-Index (BMI) zwischen 18,5 und 25 ist optimal.
Ausgewogene Ernährung: Eine mediterrane Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und gesunden Fetten (Olivenöl, Nüsse) wirkt schützend. Reduzieren Sie den Konsum von rotem Fleisch und verarbeiteten Lebensmitteln.
Alkohol in Maßen: Schon geringe Mengen Alkohol erhöhen das Brustkrebsrisiko. Wenn Sie Alkohol trinken, sollten Sie sich auf maximal ein Glas pro Tag beschränken.
Nichtrauchen: Rauchen erhöht nicht nur das Risiko für Lungenkrebs, sondern auch für Brustkrebs, besonders wenn Sie vor der ersten Schwangerschaft mit dem Rauchen begonnen haben.
Vorsorgeempfehlungen nach Altersgruppen
| Alter | Empfohlene Maßnahmen | Häufigkeit |
|---|---|---|
| Ab 25 Jahre | Monatliche Selbstuntersuchung | Monatlich |
| Ab 30 Jahre | Selbstuntersuchung + ärztliche Tastuntersuchung | Monatlich / jährlich |
| Ab 40 Jahre | Zusätzlich Mammographie bei Risikofaktoren | Jährlich |
| 50-69 Jahre | Mammographie-Screening-Programm | Alle 2 Jahre |
| Ab 70 Jahre | Individuelle Entscheidung mit Arzt | Nach Bedarf |

Jetzt informieren: Dread-Disease-Versicherung mit Einmalzahlung bei Krebsdiagnose
Finanzielle Absicherung bei Brustkrebs: Die Rolle der Dread-Disease-Versicherung
Eine Brustkrebsdiagnose stellt nicht nur eine enorme gesundheitliche, sondern oft auch eine erhebliche finanzielle Belastung dar. Trotz guter medizinischer Versorgung in Deutschland entstehen Kosten, die von der gesetzlichen Krankenversicherung nicht oder nur teilweise übernommen werden. Hier kann eine Dread-Disease-Versicherung wichtige finanzielle Sicherheit bieten.
Finanzielle Herausforderungen bei Brustkrebs
Die Behandlung von Brustkrebs dauert oft mehrere Monate bis Jahre und kann mit erheblichen Einkommenseinbußen verbunden sein. Viele Patientinnen können während der Therapie nicht oder nur eingeschränkt arbeiten. Gleichzeitig entstehen Zusatzkosten für:
- Zuzahlungen zu Medikamenten und Therapien
- Fahrten zu Behandlungen und Reha-Maßnahmen
- Perücken und Brustprothesen (Eigenanteil)
- Haushaltshilfe und Kinderbetreuung
- Alternative oder ergänzende Therapien
- Umbauten in der Wohnung bei Einschränkungen
- Psychoonkologische Betreuung (privat)
Wie eine Dread-Disease-Versicherung unterstützt
Eine Dread-Disease-Versicherung, auch Schwere-Krankheiten-Versicherung genannt, zahlt bei Diagnose bestimmter schwerer Erkrankungen – darunter Brustkrebs – eine vorab vereinbarte Einmalzahlung aus. Diese Summe steht Ihnen zur freien Verfügung und muss nicht zweckgebunden verwendet werden.
Die Versicherungssumme können Sie beispielsweise nutzen, um:
- Einkommensausfälle während der Behandlung auszugleichen
- Zusätzliche Therapien oder Zweitmeinungen zu finanzieren
- Ihre Familie finanziell abzusichern
- Bestehende Kredite zu tilgen
- Sich auf Ihre Genesung zu konzentrieren, ohne finanzielle Sorgen
Die Auszahlung erfolgt in der Regel innerhalb weniger Wochen nach Einreichung der Diagnosebestätigung – also genau dann, wenn Sie die finanzielle Unterstützung am dringendsten benötigen.
Psychologische Aspekte der Brustselbstuntersuchung
Die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust kann bei manchen Frauen Ängste auslösen. Die Sorge, etwas zu finden, führt manchmal dazu, dass die Untersuchung vermieden wird. Doch gerade das Gegenteil ist wichtig: Wissen und Kontrolle können Ängste reduzieren.
Umgang mit Ängsten bei der Selbstuntersuchung
Es ist völlig normal, vor der Selbstuntersuchung eine gewisse Anspannung zu verspüren. Folgende Strategien können helfen:
- Routine entwickeln: Je selbstverständlicher die Untersuchung wird, desto weniger Raum bleibt für Ängste
- Positives Framing: Sehen Sie die Selbstuntersuchung als Akt der Selbstfürsorge, nicht als Suche nach Krankheit
- Entspannungstechniken: Führen Sie die Untersuchung in einer ruhigen, entspannten Atmosphäre durch
- Wissen aufbauen: Je besser Sie über normale Brustveränderungen informiert sind, desto sicherer fühlen Sie sich
- Austausch suchen: Sprechen Sie mit Freundinnen oder in Selbsthilfegruppen über Ihre Erfahrungen
Was tun bei einem verdächtigen Befund?
Wenn Sie beim Abtasten eine Veränderung bemerken, ist es wichtig, ruhig zu bleiben. Denken Sie daran: Die meisten tastbaren Veränderungen sind gutartig. Vereinbaren Sie zeitnah einen Termin bei Ihrem Gynäkologen, aber vermeiden Sie es, sich in Panik hineinzusteigern oder stundenlang im Internet zu recherchieren.
Bis zum Arzttermin können folgende Strategien helfen:
- Sprechen Sie mit einer vertrauten Person über Ihre Sorgen
- Notieren Sie sich Fragen für das Arztgespräch
- Lenken Sie sich mit angenehmen Aktivitäten ab
- Praktizieren Sie Entspannungstechniken wie Atemübungen oder Meditation
- Vermeiden Sie exzessive Internetrecherchen, die Ängste verstärken können
Häufig gestellte Fragen zu Brustkrebs ertasten und Früherkennung
Wie oft sollte ich meine Brust selbst abtasten?
Sie sollten Ihre Brust einmal monatlich selbst untersuchen. Der beste Zeitpunkt ist etwa eine Woche nach Beginn Ihrer Menstruation, wenn das Brustgewebe weicher und weniger gespannt ist. Frauen nach den Wechseljahren wählen am besten einen festen Tag im Monat. Die regelmäßige Selbstuntersuchung hilft Ihnen, ein Gefühl für Ihr normales Brustgewebe zu entwickeln und Veränderungen frühzeitig zu bemerken.
Wie fühlt sich ein Brustkrebs-Knoten an?
Ein verdächtiger Knoten fühlt sich typischerweise hart und fest an, ähnlich wie ein Kirschkern oder eine Erbse. Er lässt sich meist nicht verschieben, hat eine unregelmäßige Oberfläche und ist in der Regel schmerzlos. Im Gegensatz dazu sind gutartige Knoten oft weicher, gut verschieblich und haben eine glatte Oberfläche. Allerdings kann nur eine ärztliche Untersuchung mit bildgebenden Verfahren und gegebenenfalls einer Biopsie Gewissheit bringen.
Wo treten Brustkrebs-Knoten am häufigsten auf?
Etwa 50 Prozent aller Brustkrebstumoren entwickeln sich im oberen äußeren Quadranten der Brust – also im Bereich zwischen Brustwarze und Achselhöhle. Weitere 15 Prozent entstehen im oberen inneren Bereich nahe dem Brustbein. Grundsätzlich kann Brustkrebs aber überall in der Brust auftreten, weshalb Sie bei der Selbstuntersuchung die gesamte Brust einschließlich der Achselhöhle und des Bereichs bis zum Schlüsselbein abtasten sollten.
Ab welchem Alter sollte ich mit der Selbstuntersuchung beginnen?
Experten empfehlen, ab dem 25. Lebensjahr mit der monatlichen Selbstuntersuchung zu beginnen. Zwar ist Brustkrebs in jüngeren Jahren seltener, doch gerade dann verläuft die Erkrankung oft aggressiver. Zudem hilft es, schon früh ein Gefühl für das normale Brustgewebe zu entwickeln. Frauen mit familiärer Vorbelastung oder anderen Risikofaktoren sollten bereits in jüngeren Jahren mit der regelmäßigen Selbstuntersuchung beginnen und dies mit ihrem Arzt besprechen.
Wann sollte ich zum Arzt gehen, wenn ich eine Veränderung bemerke?
Sie sollten innerhalb von ein bis zwei Wochen einen Arzttermin vereinbaren, wenn Sie einen neuen Knoten, eine Verhärtung, Hautveränderungen wie Einziehungen oder Rötungen, Veränderungen der Brustwarze oder einseitigen Ausfluss bemerken. Auch wenn eine Brust plötzlich größer wird oder ihre Form verändert, sollten Sie dies zeitnah abklären lassen. Wichtig: Geraten Sie nicht in Panik – die meisten Veränderungen sind gutartig. Aber nur eine ärztliche Untersuchung kann Gewissheit bringen.
Was ist der Unterschied zwischen Selbstuntersuchung und Mammographie?
Die Selbstuntersuchung ist eine wichtige Methode, um Veränderungen in der Brust frühzeitig zu bemerken. Sie ersetzt aber nicht die professionelle Früherkennung durch Mammographie. Die Mammographie kann auch kleinste Tumoren entdecken, die noch nicht tastbar sind, und ist besonders effektiv bei der Früherkennung. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren haben in Deutschland alle zwei Jahre Anspruch auf eine Screening-Mammographie. Die Selbstuntersuchung sollte als Ergänzung zur professionellen Vorsorge verstanden werden.
Können auch Männer Brustkrebs bekommen?
Ja, auch Männer können an Brustkrebs erkranken, wenn auch deutlich seltener als Frauen. Etwa 1 Prozent aller Brustkrebsfälle betreffen Männer. Da bei Männern das Bewusstsein für diese Erkrankung oft fehlt, wird Brustkrebs häufig erst in fortgeschrittenen Stadien diagnostiziert. Männer sollten ebenfalls auf Veränderungen wie Knoten, Verhärtungen oder Veränderungen der Brustwarze achten und diese ärztlich abklären lassen.
Wie zuverlässig ist die Selbstuntersuchung der Brust?
Die Selbstuntersuchung ist ein wichtiges Instrument zur Früherkennung – etwa 80 Prozent aller Brusttumoren werden von den Betroffenen selbst entdeckt. Allerdings hat die Methode auch Grenzen: Sehr kleine Tumoren, die noch nicht tastbar sind, können nur durch bildgebende Verfahren wie die Mammographie erkannt werden. Zudem können gutartige Veränderungen fälschlicherweise als verdächtig eingestuft werden. Die Selbstuntersuchung sollte daher immer in Kombination mit der professionellen Früherkennung durchgeführt werden.
Was bedeutet dichtes Brustgewebe und wie beeinflusst es die Früherkennung?
Von dichtem Brustgewebe spricht man, wenn die Brust viel Drüsen- und Bindegewebe im Verhältnis zum Fettgewebe enthält. Etwa 40 Prozent aller Frauen haben dichtes Brustgewebe, was sowohl ein Risikofaktor für Brustkrebs ist als auch die Früherkennung erschwert. Auf Mammographie-Bildern erscheinen sowohl dichtes Gewebe als auch Tumoren hell, weshalb Tumoren schwerer zu erkennen sind. Bei dichtem Brustgewebe wird häufig zusätzlich eine Ultraschalluntersuchung empfohlen.
Welche Rolle spielt die genetische Veranlagung bei Brustkrebs?
Etwa 5 bis 10 Prozent aller Brustkrebsfälle sind auf vererbte Genveränderungen zurückzuführen, insbesondere Mutationen in den BRCA1- und BRCA2-Genen. Frauen mit diesen Mutationen haben ein Lebenszeitrisiko von 60 bis 80 Prozent, an Brustkrebs zu erkranken. Wenn in Ihrer Familie gehäuft Brust- oder Eierstockkrebs aufgetreten ist, sollten Sie mit Ihrem Arzt über einen Gentest sprechen. Bei nachgewiesener Mutation werden intensivierte Früherkennungsmaßnahmen und gegebenenfalls vorbeugende Operationen empfohlen.
Fazit: Früherkennung rettet Leben – werden Sie aktiv
Die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust ist eine einfache, aber wirkungsvolle Methode zur Früherkennung von Brustkrebs. Wenn Sie Ihre Brust einmal monatlich systematisch abtasten, entwickeln Sie ein Gefühl für Ihr normales Brustgewebe und können Veränderungen frühzeitig bemerken. Kombiniert mit dem professionellen Brustkrebs Screening haben Sie die besten Chancen, eine mögliche Erkrankung in einem frühen, gut behandelbaren Stadium zu entdecken.
Denken Sie daran: Die meisten Veränderungen, die Sie beim Abtasten bemerken, sind gutartig. Dennoch sollten Sie jeden auffälligen Befund zeitnah ärztlich abklären lassen. Nur so können Sie Gewissheit erlangen und gegebenenfalls frühzeitig mit einer Behandlung beginnen. Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen – bei Diagnose im Stadium I liegt die 5-Jahres-Überlebensrate bei 98 Prozent.
Neben der medizinischen Vorsorge sollten Sie auch an Ihre finanzielle Absicherung denken. Eine Krebsdiagnose kann erhebliche finanzielle Belastungen mit sich bringen, die über die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung hinausgehen. Informieren Sie sich über Möglichkeiten der Absicherung, um im Ernstfall finanziell abgesichert zu sein und sich voll auf Ihre Genesung konzentrieren zu können.

Kostenlose Beratung zur Dread-Disease-Versicherung – Sicherheit bei schweren Diagnosen
Disclaimer: Dieser Artikel dient der Information und ersetzt keine professionelle medizinische oder versicherungsspezifische Beratung. Die Selbstuntersuchung der Brust ist eine wichtige Ergänzung, ersetzt aber nicht die regelmäßigen ärztlichen Vorsorgeuntersuchungen. Bei Fragen zu Ihrer Gesundheit oder auffälligen Befunden konsultieren Sie bitte einen Arzt. Stand: 2025